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Mangelhafte Chancenverwertung

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Trotz zahlreicher Chancen reichte es für den TSV Berchtesgaden gegen den TSV Fridolfing nicht zu einem Sieg. (Foto: Waßmuth)

Berchtesgaden – Immer wenn der TSV Berchtesgaden an der Spitzengruppe dran ist, ereilen das Team von Trainer Richard Hartmann Rückschläge. Zuletzt geschehen im Spitzenspiel der Kreisklasse zwischen dem Tabellenzweiten TSV Fridolfing und dem Dritten TSV Berchtesgaden. Durch die 2:3-Heimniederlage in der letzten Hinrundenbegegnung verspielte Berchtesgaden die Chance, mit dem TSV Fridolfing gleichzuziehen und möglicherweise im Frühjahr noch um den Meistertitel mitzuspielen.


Nachdem der eingeteilte Schiedsrichter nicht erschienen war, begann die Begegnung vor rund 100 Zuschauern mit einer einstündigen Verzögerung. Die Fridolfinger begannen zwar wie die Feuerwehr mit vehementem Pressingspiel und gingen durch Andreas Stadler auch in der siebten Minute in Führung. Doch nachdem sich die Berchtesgadener so ab der 20. Minute aus der Gästeüberlegenheit befreien konnten, sah es lange Zeit recht gut für Berchtesgaden aus. Die Berchtesgadener Abwehr stand nach anfänglichen Unsicherheiten um den neuerlich souveränen Abwehrchef Florian Popp gut gestaffelt und ließ nichts mehr zu. So entwickelte sich in der Folge ein richtig gutes Spiel von zwei etwa gleichwertigen Mannschaften.

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Zunächst jedoch vermochte Berchtesgaden aus einer leichten Überlegenheit im Mittelfeld nichts anzufangen, weil es im Sturmspiel noch haperte. Einen ersten Warnschuss gab in der 30. Minute Tsvyatko Petkov ab, als er den Ball etwas übers Tor donnerte. Fünf Minuten später wurden die Bemühungen der Breitwiesen-Elf belohnt, als sich Mittelstürmer Christian Winkler gekonnt durchsetzte und zum umjubelten Ausgleich einschoss. Wenig später verfehlte ein Freistoß von Andreas Hartmann knapp das Tor.

In der nächsten guten Situation für die Heimelf fischte Fridolfings Schlussmann Michael Haas einen Schuss von Winkler gerade noch aus der Torecke zum Eckball und wiederum nur Momente hierauf scheiterte Stefan Sontheimer mit einem Kopfball am Fridolfinger Keeper, bei dem sich seine Vorderleute später für den Sieg bedanken konnten. So ging es mit einem den Gästen sehr schmeichelnden 1:1 in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang kamen die Gäste zu einer ersten Chance durch Josef Pallauf. Doch Berchtesgadens Schlussmann Stefan Schach war auf der Hut.

Knapp eine Stunde zeigte die neue Stadionuhr, als der eingewechselte Michael Schauer den Ball nicht unter Kontrolle brachte, sonst wäre es für die Heimelf gefährlich geworden. Auf einmal hatte jetzt der Gast wieder mehr vom Spiel und setzte da an, wo Fridolfing in der ersten Halbzeit angefangen hatte.

Exakt nach einer Stunde wurde Supertechniker Mario Perez Lavado von einem Gästespieler unsanft von den Beinen geholt. Alles blickte auf den insgesamt sicher leitenden Schiedsrichter Johann Wichtlhuber vom TSV Tengling. Doch dieser stand viel zu weit von dieser Situation entfernt und ließ zur Überraschung aller weiter laufen. Fridolfing geriet jetzt unter Dauerdruck durch den TSV Berchtesgaden, der vehement auf den Führungstreffer drängte. In der 66. Minute erzielte Stefan Sontheimer nach mehreren Chancen der Berchtesgadener das 2:1 und nun schien die Begegnung endgültig für die Hartmann-Elf zu laufen.

Doch weit gefehlt: Bereits im Gegenzug glich Mittelstürmer Christoph Zeif gegen eine konsterniert aussehende Berchtesgadener Abwehr aus. Doch dies war noch nicht alles. In der 72. Minute ging Fridolfing neuerlich durch Zeif zum zweiten Mal in Führung und brachte diese auch über die Zeit. Zwar berannten die Berchtesgadener nun das Gästetor und sogar Torhüter Schach schaltete sich ins Sturmspiel ein. Doch es blieb beim glücklichen 3:2-Sieg für den TSV Fridolfing.

Der Berchtesgadener Trainer Richard Hartmann war sauer, weil seine Mannschaft aus zirka acht Chancen nur zwei Treffer gemacht hatte, während die Gäste von vier Chancen drei zu Toren verwandelt haben. »Wir werden uns über den Winter gut vorbereiten und dann noch einmal voll angreifen«, ist sich Hartmann sicher.

TSV Berchtesgaden: Schach; Gökbayrak, Popp, Brazina, Petkov, Sontheimer, Lindner, Winkler, Hartmann, Lavado, Althaus, Reichlmeier, Botzenhard. Christian Wechslinger