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Marktforscher: PC-Markt in Westeuropa um ein Fünftel geschrumpft

Egham (dpa) - Die PC-Verkäufe in Westeuropa sind weiter im Sinkflug. Im ersten Quartal sei der Absatz im Jahresvergleich um 20,5 Prozent auf 12,3 Millionen Geräte eingebrochen, berichteten die Marktforscher von Gartner am Mittwoch.

PC-Verkäufe
PCs der Firma Hewlett-Packard liegen am in einem Elektronikmarkt in Berlin. Verbraucher greifen lieber zu Smartphones und Tablet-Computern. Foto: Jörg Carstensen Foto: dpa

Es sei der stärkste bisher registrierte Rückgang gewesen, betonte Gartner-Analystin Meike Escherich. In Deutschland sanken die Verkäufe der Notebooks und Desktop-Computer demnach im elften Vierteljahr in Folge.

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Damit verschärft sich der Trend immer weiter. Verbraucher greifen lieber zu Smartphones und Tablet-Computern. Auch Unternehmen halten sich mit dem Kauf neuer PCs zurück. Entsprechend gab es laut Gartner im westeuropäischen Verbrauchermarkt einen Rückgang von 23,7 Prozent sowie ein Minus von 17,2 Prozent im Firmengeschäft.

Der chinesische Hersteller Lenovo und Apple konnten demnach als einzige unter den führenden fünf Anbietern zulegen. Lenovo - weltweit auf Kurs zur Marktführung - steigerte den Absatz um 7,2 Prozent. Der Konzern liegt jetzt mit 11,6 Prozent Marktanteil auf Platz drei ganz knapp hinter Acer mit 11,7 Prozent. Hewlett-Packard war mit 22,9 Prozent die Nummer eins, obwohl die Verkäufe im Jahresvergleich um nahezu ein Drittel einbrachen. Für Apple berechnete Gartner ein Absatzplus von 0,8 Prozent und 7,9 Prozent Marktanteil. Dell liegt auf Platz vier mit 9,9 Prozent.

In Deutschland fielen die PC-Verkäufe um ein Fünftel auf 2,62 Millionen Geräte. Lenovo blieb trotz eines Absatzrückgangs von 5,2 Prozent die klare Nummer eins mit einem Marktanteil von 17,7 Prozent. HP kam auf den zweiten Rang auf 12,9 Prozent des Marktes. Bei Acer schrumpfte der Marktanteil nach einem Absatzeinbruch von über 45 Prozent auf 10,2 Prozent.

Gartner-Mitteilung