Marschtraining der Musikkapelle Waging
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Marschtraining der Musikkapelle Waging

Waging am See – Kein Festzug ohne Musikkapelle: Gerade jetzt stehen in der heimischen Region wieder zahlreiche Gründungsfeste von Vereinen an. Höhepunkte sind bei diesen Feierlichkeiten neben den Festgottesdiensten die farbenprächtigen Festumzüge, welche sich durch die Straßen der Ortschaften schlängeln. Doch ohne Blasmusikklänge ist kein Trachten- oder Schützenfest und auch kein Feuerwehrjubiläum vorstellbar. Ein Höhepunkt in der Marktgemeinde Waging am See wird hierbei das Ende Juni stattfindende Bezirksmusikfest in Otting werden, zu dem sich sämtliche Musikkapellen der Region musikalisch präsentieren werden.


Um hierbei nicht nur akustisch, sondern auch optisch ein eindrucksvolles Bild dem Publikum am Straßenrand bieten zu können, bereitete sich die Waginger Musikkapelle mit einer Marschprobe auf die anstehenden Aufgaben vor. Verantwortlicher Trainingschef war hierbei Musikleiter Makis Gypas. Der Dirigent der heimischen Blaskapelle übernimmt bei einem Festumzug auch die Aufgaben eines sogenannten Stabführers. Als Stabführer bezeichnet man den Leiter einer Musikkapelle beim Marschieren und Musizieren. Er hebt sich eben durch einen Stab und seine Position - er marschiert mit einigem Abstand vor der Kapelle – vom Rest der Musikkapelle ab.

"In den südlichen Regionen Deutschlands, sowie in Österreich und Südtirol wird der Stabführer häufig vom "Taferlbuam" und den Marketenderinnen umgeben", weiß Katharina Murr als Stellvertretende Vorsitzende zu berichten. Wie Musikleiter Makis Gypas erklärt, blickt im Gegenzug zu seiner Funktion als Dirigent der Stabführer nicht in die Richtung der Blaskapelle, sondern in dieselbe Richtung wie die Musikanten. Außerdem verwendet er keinen Taktstock, sondern einen etwa 1,20 Meter langen, traditionell verzierten Stab, von welchem auch die Bezeichnung Stabführer abgeleitet ist.

Marschtraining der Musikkapelle Waging
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Durch verschiedene Bewegungen des Stabes, die sogenannten "Avisi" und Befehle gibt er der Kapelle bekannt, was sie zu tun hat, so der Waginger Musikchef. Dabei gilt, dass wenn das spitze Ende des Stabes nach oben ragt, dass das nächste Aviso für die Marschbewegungen gilt. Signalisiert wird so zum Beispiel das Halten und Abmarschieren während des klingenden Spiels. Ist das runde Ende mit der "Kugel" oben, gilt das gegebene Signal für die musikalische Darbietung. Hierbei werden von den Schlagzeugern der Musikkapelle mit einem Trommelsignal die Märsche "eingeschlagen" oder auch beendet. Mit dem Kommando: "Im Schritt - Marsch!" beginnt die Musikkapelle dann auch mit dem linken Fuß loszumarschieren. Je nach Besetzung und "Breite" einer Straße entweder in 5-er oder 3-er Reihen.

Mit dem erfolgreich abgehaltenen Marschtraining sind die Waginger Musikerinnen und Musiker jedenfalls wieder bestens für die anstehenden Aufgaben bei den Festumzügen gerüstet.

fb/red