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Maskierte überfallen KaDeWe: Beute bei Juwelier

Berlin (dpa) - Mitten im Weihnachtstrubel haben am Vormittag des vierten Adventssamstags mehrere Maskierte das Luxuskaufhaus KaDeWe in Berlin überfallen. Sie sprühten einem Sicherheitsmann Reizgas ins Gesicht, zerschlugen Schmuckvitrinen bei einem Juwelier und flohen dann in einem dunklen Auto.

Eingang
Bewaffnete Männer haben das KaDeWe überfallen. Foto: Jörg Carstensen Foto: dpa
Überfall
Polizisten sichern den Eingang des KaDeWe mit einer Absperrung. Foto: Paul Zinken Foto: dpa
Schock im Weihnachtseinkaufs-Endspurt
Die Tat ereignete sich genau ein Vierteljahr nach dem Raubüberfall auf einen Geldboten vor dem nahegelegenen Apple-Geschäft. Foto: Paul Zinken Foto: dpa
Sicherung
Schüsse sind bei dem Überfall nicht gefallen. Foto: Paul Zinken Foto: dpa
Polizeieinsatz
Die maskierten Männer sprühten einem Sicherheitsmann Reizgas ins Gesicht, zerschlugen Schmuckvitrinen und flohen dann in einem dunklen Auto. Foto: Paul Zinken Foto: dpa
Raub
Die Täter waren von einem Seiteneingang in das Haus gestürmt und raubten ein Schmuckgeschäft aus. Foto: Paul Zinken/dpa Foto: dpa

Schüsse seien nicht gefallen. Laut Feuerwehr versorgte der Rettungsdienst elf Menschen am KaDeWe (Kaufhaus des Westens), darunter ein kleines Kind. Sie sollen Reizgas eingeatmet haben.

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Fest steht laut Polizei: «Es wurde Beute gemacht.» Wie viel und was die Räuber mitnahmen, blieb aber zunächst unklar.

Die Täter - ersten Erkenntnissen zufolge waren es wohl vier Männer - gelangten über einen Seiteneingang in Deutschlands berühmtestes Kaufhaus. Der Überfall geschah etwa eine Stunde nach Öffnung des Hauses in der Nähe des Kurfürstendamms. An Wochenenden und speziell kurz vor Weihnachten ist es besonders gut besucht. «Es gibt viele Zeugen», hieß es bei der Polizei.

Zunächst hatten Medien berichtet, es sei auch ein Schuss gefallen. «Ich weiß nichts von Waffen», sagte eine Polizeisprecherin dazu. Zur Frage, womit die Vitrinen eingeschlagen wurden, gebe es unterschiedliche Zeugen-Aussagen.

Das KaDeWe wurde nach dem Überfall zunächst geschlossen - aber nur wenig später wieder geöffnet. Der Berliner Einzelhandel blickt mit Sorge auf die Zunahme von spektakulären Raubüberfällen den vergangenen Monaten. «Wir denken an die betroffenen Mitarbeiter und an die Kunden - für die ist das immer ein Schreck», sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg (HBB), Nils Busch-Petersen. «Aber ein so professionelles Kaufhaus wie das KaDeWe kann natürlich mit solchen Extremsituationen umgehen. Es geht danach schnell wieder ans Netz.»

Beim bisher bekanntesten KaDeWe-Coup - im Januar 2009 - waren die Täter außerhalb der Öffnungszeiten eingedrungen. Sie brachen nachts ein und stahlen Uhren und Schmuck im Millionenwert. Festgenommene tatverdächtige Zwillinge wurden danach wieder freigelassen, weil eine DNA-Spur keinem der Männer eindeutig zugeordnet werden konnte. Zuletzt waren Anfang August Unbekannte an einem Sonntagmorgen in das KaDeWe eingebrochen und hatten teure Uhren gestohlen.

Der Überfall am Samstag ereignete sich genau ein Vierteljahr nach dem Raubüberfall auf einen Geldboten vor einem nahe gelegenen Apple-Geschäft. Auch in diesem Fall hatten sich die Täter den Samstags-Geschäftstrubel zunutze gemacht.