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»Mathe ist ein großer Abenteuer-Spielplatz«

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Mathe-Experte Günter
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Der Mathematiker Günter M. Ziegler hat großen Spaß an Geometrie. Foto: Kay Herschelmann/dpa Foto: dpa

Mathe. Bei manchen Schülern reicht schon das Wort und sie fangen an, mit den Augen zu rollen. Andere Schüler hingegen lieben Mathe! Sie kriegen gar nicht genug vom Rechnen. Wir haben einen Mathe-Experten gefragt, wo Mathe außerhalb der Schule überall vorkommt.


Guck dich mal um. Du findest viele Spuren von Mathematik in deinem Alltag: etwa Zahlen und Formen. Mathe ist eigentlich überall, sagen Experten. Wir haben Günter M. Ziegler gefragt, warum er Mathe toll findet. Der Mathematiker hat schon einige Preise gewonnen.

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Nicht für jeden Schüler ist Mathe ein Lieblingsfach. Haben Sie einen Tipp, warum man sich das noch mal überlegen könnte?

Günter M. Ziegler: »Manche Sachen mag man, andere gar nicht. Mathe, das sind ganz verschiedene Sachen: Rechnen kann Spaß machen, es ist kniffelig. Manche mögen es gerade deshalb. Wenn Leute sagen, Mathe mögen sie nicht, sage ich: So viele Sachen kann man gar nicht nicht mögen! Tanzen und Muster sind zum Beispiel auch Mathematik. Oder Malen, das ist auch Geometrie. Insofern ist alles Mathe.«

Mögen Sie denn alles in der Mathematik?

Günter M. Ziegler: »Für mich ist Mathematik ein großer Abenteuer-Spielplatz. Da muss einem auch nicht jedes Gerät oder jeder Sandkasten gefallen. Mir gefällt Geometrie sehr. Das ist ein riesiges Fach.«

Welcher Mathematiker gefällt Ihnen besonders?

Günter M. Ziegler: »Einer ist Carl Friedrich Gauß. Der war genial. Er hat in den Ferien im Bett überlegt, wie man ein regelmäßiges 17-Eck mit Zirkel und Lineal konstruieren kann. Das ist eine tolle Leistung. Und eine der wenigen Leistungen in der Mathematik, von denen ich weiß, dass sie wirklich im Bett gemacht worden sind.«

Haben Sie eine Lieblingszahl?

Günter M. Ziegler: »Die 42! Aber es gibt so viele schöne Zahlen. Ich mag auch die 91, weil sie wie eine Primzahl aussieht. Sie ist aber keine. Primzahlen sind Zahlen, die sich nur durch 1 und sich selbst teilen lassen. Aber die 91 lässt sich durch 7 und 13 teilen.«

Prof. Ziegler auf der Seite der FU Berlin