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Medaillenflut bei EM: Halbfinale Ovtcharov gegen Steger

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Dimitrij Ovtcharov
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Der deutsche Topfavorit steht bei der EM in Schwechat im Halbfinale und hat damit eine Medaille sicher. Foto: Hans Punz Foto: dpa
Finaleinzug
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Petrissa Solja (l) und Sabine Winter stehen im Endspiel der Tischtennis-EM in Schwechat. Foto: Hans Punz Foto: dpa
Han Ying
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Die Abwehrstrategin lässt nach dem 4:3 gegen Titelverteidigerin Viktoria Pawlowitsch aus Weißrussland ihrer Freude freien Lauf. Foto: Hans Punz Foto: dpa
Duell
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Ruwen Filus (l) und Bastian Steger duellieren sich im deutschen Viertelfinale. Foto: Hans Punz Foto: dpa
Bedröppelt
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Sara Ramirez (r) und Yanfei Shen aus Spanien zogen gegen das deutsche Duo Zhenqi Barthel und Xiaona Shan den Kürzeren. Foto: Hans Punz Foto: dpa

Schwechat (dpa) - Angeführt vom Top-Favorit Dimitrij Ovtcharov steuern die Asse des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) ihr bestes EM-Ergebnis in der 55-jährigen Geschichte an. Vor dem Finaltag hat der Verband acht Medaillen und drei Titel sicher.


Erster Anwärter auf das rekordträchtige vierte Gold ist der bärenstarke Ovtcharov. Der an Nummer eins gesetzte Olympia-Dritte qualifizierte sich in Schwechat durch einen 4:1-Sieg gegen Quentin Robinot (Frankreich) zum zweiten Mal in seiner Karriere für das Halbfinale.

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Dort trifft Ovtcharov an diesem Sonntag auf seinen Teamkollegen Bastian Steger (Saarbrücken). Der EM-Dritte von 2012 stoppte in einem rein-deutschen Viertelfinale den Boll-Nachrücker Ruwen Filus (Hanau) mit 4:1-Sätzen. Damit hat der DTTB nach dem Ausfall des erkrankten Rekord-Champions Timo Boll zumindest Silber in der Königsdisziplin sicher. «Mein Ziel ist aber weiterhin der Titel», erklärte «Dima» Ovtcharov, der in vier Matches erst einen Satz verlor. 2007 hatte er bei seinem EM-Debüt Bronze gewonnen.

Die DTTB-Damen beteiligten sich mit einem EM-Novum an der grandiosen Medaillenflut. Im Finale des Damen-Doppels stehen sich in Petrissa Solja/Sabine Winter sowie Zhenqi Barthel/Shan Xiaona erstmals vier Spielerinnen aus einem Land gegenüber. Im Einzel kämpft die deutsche Meisterin Shan Xiaona gegen ihre Teamkollegin Han Ying im Halbfinale um den Einzug in das Endspiel. Beide Spielerinnen, die sich durch einen unbändigen Siegeswillen auszeichneten, haben einen Platz auf dem EM-Podest sicher.

«Kompliment an die Damen», lobte Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig die große Moral der Spielerinnen vom Bundestrainerin Jie Schöpp. Im Doppel, wo die beiden Duos die EM-Medaillen Nummer 99 und 100 für Deutschland seit 1958 holten, kommt es zu einer Neuauflage des nationalen Endspiels vom März in Bamberg. Damals siegten die Jungspunde Solja (19) und Winter (20) mit 4:2. «Diesmal stehen die Chancen 50:50», sagte die zweimalige nationale Meisterin Barthel.

Im Einzel knüpfte Abwehrstrategin Han Ying nahtlos an ihre Weltklasse-Leistung aus dem Team-Finale an. Beim 4:3 gegen Titelverteidigerin Viktoria Pawlowitsch aus Weißrussland wehrte sie in einem Zeitspiel drei Matchbälle ihrer Gegnerin ab. Die Partie faszinierte die Zuschauer im diesmal gut besuchten Multiversum sogar mehr als der Auftritt von Ovtcharov am Nebentisch.

Die nationale Meisterin Shan Xiaona hatte wenige Minuten zuvor Hu Melik (Türkei) mit 4:2 besiegt. Die zweite Endspiel-Teilnehmerin ermitteln Li Fen (Schweden) und die EM-Debütantin Fu Yu (Portugal), die unter anderem Kristin Silbereisen (Berlin) besiegte. Erstmals in der EM-Geschichte gehen alle vier Plaketten im Damen-Einzel an gebürtige Chinesinnen.