weather-image
19°

Medien: Mark Zuckerberg will Lobbygruppe gründen

Berlin/Washington (dpa) - Mark Zuckerberg will sich in die Politik einmischen.

Der 28-jährige Chef des Online-Netzwerkes Facebook überlege ernsthaft, eine Lobbygruppe zu gründen, berichten mehrere US-Medien. Zuckerberg und andere Führungskräfte aus der Technologiebranche wollten sich damit für eine Reform der Einwanderungsregeln einsetzen, hieß es beim Portal «Politico».

Anzeige

Auch Investitionen in naturwissenschaftliche Bildung und Forschung sollen Themen sein, schrieb die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag.

«Politico» berichtet, die fürgewöhnlich als liberal geltenden Technologie-Vertreter hätten sowohl demokratische wie auch republikanische Berater angeheuert. Zuckerberg und andere Führungskräfte wandten sich vor einigen Tagen in einem offenen Brief an US-Präsident Barack Obama.

Darin warben sie für eine Reform der strengen Einwanderungsgesetze, um mehr hochqualifizierte Computerexperten ins Land holen zu können. Den Appell unterzeichneten auch Yahoo-Chefin Marissa Mayer sowie die Konzernlenker von Cisco und Intel.

Technologieunternehmen in den USA liefern sich einen harten Wettbewerb um talentierten Nachwuchs. Computerentwickler aus Indien und China sind besonders gefragt. Firmen im kalifornischen Silicon Valley, der Hochburg der Internet-Szene, bieten häufig Vorteile wie kostenfreies Essen oder Kinderbetreuung, um Mitarbeiter anzulocken.

Mayer verteilte als neue Yahoo-Chefin schicke Diensthandys an ihre Mitarbeiter. Doch ausländische Arbeitskräfte hätten es aufgrund des starren Einwanderungssystems oft schwer, ein Visum zu bekommen, beklagen die Manager. Viele müssten lange auf eine Arbeitsgenehmigung warten oder könnten erst gar nicht einreisen.

Zuckerberg spendete bereits zuvor 100 Millionen Dollar an Schulen im US-Staat New Jersey und trat 2011 gemeinsam mit Obama bei Facebook auf. Vor kurzem lud er zu einer Veranstaltung bei sich zu Hause, bei der Wahlkampfspenden für den republikanischen Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, gesammelt wurden.

Bericht von Bloomberg

Bericht von «Politico»

Offener Brief an Obama