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Mehr als eine Art zu ackern

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Protest mit Traktoren
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An vielen Orten in Deutschland blockierten Traktoren Straßen und Plätze. Foto: Carsten Rehder/dpa Foto: dpa

Freitag gab es an vielen Orten in Deutschland Proteste. Und auch Samstag wollten Menschen auf die Straße gehen. Ihr Thema: die Landwirtschaft in Deutschland.


Eines haben beide Gruppen gemeinsam: Sie sind unzufrieden mit der Politik für die Bauern. Aber sie haben unterschiedliche Gründe dafür. Weil in der Stadt Berlin gerade eine große Messe zur Landwirtschaft stattfindet, nutzen beide die Gelegenheit und demonstrieren.

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Die eine Gruppe findet: Die Politiker haben zu strenge Regeln für die Landwirtschaft festgelegt. Dabei geht es etwa um Umweltschutz. Diese Gruppe meint: Die Regeln führen dazu, dass Bauern mit ihrer Arbeit nicht genug Geld verdienen können. Die andere Gruppe wünscht sich mehr Hilfe der Politik beim Umweltschutz. Sie findet etwa: Politiker sollten dafür sorgen, dass mehr Bauern Bio-Landwirtschaft betreiben.

Doch was bedeutet Bio-Landwirtschaft? Und was unterscheidet sie von der zweiten Art der Landwirtschaft, der sogenannten konventionellen Landwirtschaft, wie sie die meisten Bauern betreiben? Ein Überblick.

KONVENTIONELL: Bauern wollen, dass ihre Pflanzen gut wachsen und sie bei der Ernte möglichst viel davon haben. Damit das klappt, setzen sie zum Beispiel künstlichen Dünger auf ihren Feldern ein. Und sie schützen ihre Pflanzen mit bestimmten Mitteln vor gefräßigen Insekten. In der konventionellen Landwirtschaft sind dafür andere Mittel erlaubt als auf Bio-Höfen. Durch die Mittel sind die Pflanzen gut geschützt. Die Landwirte können also zum Beispiel mehr Karotten ernten und verkaufen. Dadurch versorgen sie viele Menschen. Oft können sie ihre Waren auch günstiger anbieten als andere.

BIO: In der Bio-Landwirtschaft dagegen sind bestimmte Pflanzenschutz-Mittel und Dünger verboten. Etwa, weil die Stoffe in den Boden gelangen und der Umwelt schaden. Die Bio-Landwirte ernten dann zwar vielleicht weniger. Aber sie schützen die Umwelt besser. Auch für die Tierhaltung gibt es andere Regeln. Die Tiere haben zum Beispiel mehr Platz. Deshalb ist der Preis für Bio-Lebensmittel oft höher. Fachleute sagen: Wenn mehr Menschen bereit wären, solche Preise für Lebensmittel zu bezahlen, könnten auch mehr Landwirte biologisch arbeiten.