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Mehr bei Ärzten und in der Reha

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Trotz schwieriger Vorbereitung: Skicrosser Tim Hronek freut sich auf die kommende Saison. (Foto: Hronek)

Eine optimale Saisonvorbereitung auf den Winter könnte besser aussehen. Für den Unterwössner Skicrosser Tim Hronek fand diese mehr bei Ärzten und in der Reha statt. Im Sommer hatte sich der 25-Jährige bei einem Sturz beim Radfahren die Mittelhand gebrochen. Nach einer Operation konnte er im Spätsommer das Training wieder aufnehmen. Allerdings kam er beim Training auf Schnee am Stilfser Joch erneut zum Sturz und brach sich das Handgelenk.


»Es ist eine Pechserie, alles ist kompliziert, und durch die Schiene bin ich ziemlich eingeschränkt«, berichtet Hronek. Er zeigt sich trotzdem kämpferisch. Der Sportsoldat hat in seiner Karriere schon einige Verletzungen überstanden und sich immer wieder zurückgekämpft, schließlich gelten Skicrosser allgemein als nicht zimperlich.

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Nach der Reha in Bad Wiessee will er wieder im Weltcup angreifen, mit den ersten Rennen im Dezember wird es wohl nichts werden. Auch wegen der Corona-Pandemie ist vieles, was diesen Winter betrifft, ungewiss. Die Wettkämpfe in Übersee sind bereits gestrichen, und ob die Weltmeisterschaft 2021 in China stattfinden kann, steht in den Sternen. Dort sollen ein Jahr später die Olympischen Spiele stattfinden. »Das ist für mich ein klares Ziel«, bekräftigt er.

Immerhin hatte Corona bis zu seiner Verletzung die Vorbereitung im Frühsommer nicht beeinträchtigt. Diese konnte er nach einem dritten Platz beim Weltcup im französischen Megeve selbstbewusst in Angriff nehmen. Da das Weltcup-finale wegen Corona abgesagt wurde, nutzte Hronek die Zeit für Tests und wechselte die Skifirma von Blizzard zu Elan. »Ich habe einfach was Neues gebraucht«, begründet er die Maßnahme. Trotz seiner Verletzung konnte der 25-Jährige an seiner Fitness arbeiten, unter anderem bei einem Lehrgang seines Arbeitgebers, der Bundeswehr. Als bedauerlich empfindet er den Rücktritt seiner älteren Schwester Nicki vom alpinen Skisport. Die Riesenslalom-Spezialistin beendete im Frühjahr ihre sportliche Karriere.

Das sieht er mit einem weinenden und lachenden Auge. »Die große Schwester war immer mein Vorbild. Dass sie aufgehört hat, ist für mich ziemlich komisch. Da fehlt was. Allerdings konnten wir im Sommer sehr viel zusammen unternehmen. Das haben wir beide genossen«, erzählt Tim Hronek.

Und was es heißt, nach Verletzungen wieder aufzustehen, kann auch Nicki Hronek ihrem Bruder berichten. Sie hatte sich nach drei Kreuzbandrissen in ihrer Laufbahn immer wieder zurückgekämpft. SHu