Mehr Sicherheit auf dem Schulweg: »Die Kinder und Eltern sind die Spezialisten«

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Tempo 30 sorgt dafür, dass der Weg zur Schule für Kinder sicherer wird. Doch das reicht an vielen Stellen nicht aus. Nun soll ein Schulweg-Portal erarbeitet werden, auf dem Schwachstellen gemeldet werden können. (Foto: Reiter)

Traunstein – Die Sicherheit der Kinder auf ihrem Schulweg durch die Stadt soll verbessert werden. Da waren sich die Ausschussmitglieder des Traunsteiner Stadtrats einig. Dafür soll ein Schulweg-Portal auf der Homepage der Stadt eingerichtet werden, auf dem gefährliche Abschnitte gemeldet werden können. Die Idee kam von der Fraktion SPD / Die Linke. »Das ist ein wichtiges Thema«, betonte Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer, der den Antrag begrüßte.


In dem Antrag geht es in erster Linie um die Erhöhung für Verkehrssicherheit der Kinder und Jugendliche im Stadtgebiet – und hier speziell für die Schulen, für die die Stadt zuständig ist, also die Ludwig-Thoma-Schule, die Franz-von-Kohlbrenner-Schule, die Grundschule Haslach und die Grundschule Kammer.»Es ist hier schon einiges passiert«, betonte Oberbürgermeister Christian Hümmer. Er nannte die geplante Bushaltestelle in Kammer, Tempo 30 an Schulen und die Querungshilfe an der Chiemseestraße für die Kinder, die nach Haslach zur Schule müssen.

Das freute auch Peter Forster, den Fraktionsvorsitzenden von SPD / Die Linke, der den Antrag vorstellte. Er betonte: »Wir sehen, dass etwas passiert. Darüber sind wir sehr erfreut.« Doch um noch besser erfassen zu können, wo die Probleme liegen, sei ein solches Schulweg-Portal wichtig. »Denn die Kinder und Eltern sind die Spezialisten. Sie wissen, wo sie die Straße überqueren und wo es sicherer werden sollte.«

Isabelle Thaler (CSU) fand es wichtig, dass dieses Portal gut beworben wird – »auf den verschiedensten Kanälen«. Das ist auch Teil des Antrags, also dass publik gemacht wird, dass es diese Möglichkeit künftig gibt.

Wichtig ist des Weiteren, wie betont wurde, dass der Austausch zwischen Stadtverwaltung, Schulen und Polizei weiterentwickelt wird. Auch für neue Familien soll nach Wünschen der Stadt das Schulweg-Portal eine erste Hilfe oder Anlaufstelle sein, wenn es um Fragen rund um die Schulwegsicherheit geht. Das Umfeld der drei Schulen – also Traunstein Stadtzentrum, Haslach und Kammer – soll grafisch dargestellt werden. In einem gewissen Umgriff der Schulen werden verschiedene »Fixpunkte«, wie zum Beispiel Ampeln, Querungshilfen, Fußgängerüberwege oder Bodenmarkierungen in einem digitalen Plan dargestellt. Gestartet werden soll mit dem Schulweg-Portal zum neuen Schuljahr 2021/22.

Doch bereits jetzt sollen in Zusammenarbeit mit den Schulen, Schulaufwandsträgern, Elternvertretungen, Polizei, Verkehrsbehörden und Straßenbaulastträgern Gefahrenstellen an Schulwegen punktuell erfasst, untersucht und nach Möglichkeit beseitigt werden.

Konkret heißt es im Beschlussvorschlag der Verwaltung: der Ausschuss für Familie, Bildung und Soziales beschließt die Ausarbeitungen zum Schulwegportal, zur Bewerbung des Schulwegportals, zur Zuständigkeit bei der Stadtverwaltung, zur Kontaktperson bei der Polizeiinspektion Traunstein, zur digitalen Karte, zur Information des zuständigen Gremiums und beauftragt die Stadtverwaltung mit der Umsetzung. Dem wurde einhellig zugestimmt. KR