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»Mehr Transparenz ist nötig«

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Andreas Scheck

Marquartstein. Andreas Scheck ist 45 Jahre alt, er ist verheiratet und hat zwei Töchter. Der Ingenieur wurde von »Bürger für Marquartstein« als Bürgermeisterkandidat in Marquartstein aufgestellt.


Wieso wollen Sie Bürgermeister werden?

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Die Zukunft meines Heimatortes Marquartstein und seiner Bürger sind mir eine Herzensangelegenheit. Hierfür trägt die Person des Bürgermeisters maßgebliche Verantwortung. Nach meinem Empfinden war die Gemeindepolitik der letzten Jahre zu sehr von vorgefertigten, persönlichen Entscheidungen des Bürgermeisters geprägt. Auf die Kreativität des Gemeinderates und der Bürger wurde kaum Wert gelegt. Das werde ich ändern.

Welches Problem in Marquartstein wollen Sie als erstes angehen, wenn Sie gewählt werden?

Es müssen mehrere Dinge möglichst zeitnah in Angriff genommen werden. Dazu gehört die Problematik mit der Oberflächen-Entwässerung in Alt-Marquartstein, Niedernfels und Piesenhausen und eine pragmatische Lösung für den Hochwasserschutz an der Tiroler Ache. Aber auch die von mir und den »Bürgern für Marquartstein« geforderte Transparenz in der Gemeindepolitik werde ich sofort in die Tat umsetzen.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Gemeinde?

Marquartstein ist einfach ein ganz besonderer Ort – durch seine einzigartige Lage an der Talenge der Tiroler Ache, seine Geschichte, der Burg und den außergewöhnlichen Gebäuden und Häusern. Aber Marquartstein ist auch ein besonderer Ort wegen seiner liebenswerten Menschen – traditionsbewusst, engagiert, aufgeschlossen und kreativ.

Wie würde Sie ein sehr guter Freund/Ihre Frau beschreiben?

Meine Freunde kennen und schätzen mich als heimat- und naturverbundenen Menschen, der mit beiden Beinen im Leben steht und geradlinig seinen Weg geht. Für mein Engagement in den Vereinen bin ich anerkannt. Für meine Familie ist es das Wichtigste, dass ich ein liebevoller Vater und Ehemann bin.

Welche starken Eigenschaften haben Sie? Wo liegen Ihre Schwächen?

Ich halte mich vor allen Dingen für zuverlässig, ehrlich, zielstrebig und konsequent. Teamfähigkeit und Pflichtbewusstsein sind für mich selbstverständlich. Außerdem bin ich traditionsbewusst, innovativ und offen für Neues.

Meine ruhige Art betrachte ich manchmal als kleine Schwäche.

Was wollen Sie unternehmen, um das Hochwasserrisiko in Marquartstein zu reduzieren?

Bei einem persönlichen Gespräch mit Mitarbeitern des Wasserwirtschaftsamtes habe ich mich über den derzeitigen Stand informiert. Bei den momentan durchgeführten Maßnahmen an der Tiroler Ache geht es primär um Schadenssanierung, nicht um eine Erweiterung des Hochwasserschutzes. Mit den Ergebnissen der von der Gemeinde beauftragten Studie wird es zu einer Planung zusätzlich notwendiger Maßnahmen kommen. Bis wirksame Lösungen umgesetzt werden können, kann aber noch viel Zeit vergehen. Ein Hochwasser kann aber jederzeit wieder eintreten. Ich schlage als sofortige Lösung die Anschaffung von kostengünstigen, mobilen Schutzsystemen in Form von »Big Bags« oder Schlauchwällen vor. Ein großes Defizit besteht bei der Oberflächenentwässerung und den kleineren Bächen im Gemeindegebiet. Die Problematik mit den Entwässerungsleitungen in Alt-Marquartstein und Piesenhausen sind bereits seit Jahrzehnten im Rathaus bekannt, es wurde aber bis jetzt nichts unternommen.