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»Mehrere Angebote« für Grundstück am Bahnhof

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Traunstein: »Mehrere Angebote« für Grundstück am Bahnhof in Traunstein
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9641 Quadratmeter (grüne Fläche) verkauft das Bundeseisenbahnvermögen.

Traunstein – Begehrt ist das rund 9600 Quadratmeter große Grundstück am Bahnhof, das das Bundeseisenbahnvermögen (BEV) in Nürnberg verkaufen will: Im Bieterverfahren sind – wie Ingrid Baumgartner vom BEV in Nürnberg auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts mitteilte – »mehrere Angebote« abgegeben worden. Einzelheiten nannte sie nicht.


Erwerben will das Grundstück in zentraler Lage westlich der Gleise der Eisenbahnlinie München-Salzburg vor allem einer: der Landkreis Traunstein. Er möchte einen Bildungscampus schaffen. Um seine Pläne verwirklichen zu können, benötigt er eine Reihe von Grundstücken. Insbesondere die 9641 Quadratmeter, die das Bundeseisenbahnvermögen verkauft, will er übernehmen. Diese Fläche ist mit das Herzstück in seiner Planung.

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Das BEV hat das Grundstück zum Einstieg in das Bieterverfahren schätzen lassen: Der Verkehrswert liegt nach Angaben des Amts bei 1,875 Millionen Euro.

Mehrere Wochen hatte das Bundeseisenbahnvermögen in Nürnberg Angebote entgegengenommen. Am Freitag endete die Frist für die Abgabe. Der Noch-Eigentümer der Fläche nehme nun keine Bewerbung mehr entgegen – ausgenommen, etwas »ganz Besonderes« würde passieren, sagte Ingrid Baumgartner.

Unter den Bietern ist auch der Landkreis Traunstein, wer noch Interesse gezeigt hat, bleibt offen. Der Landkreis habe ein Angebot abgegeben, sagte Michael Reithmeier, der Pressesprecher im Landratsamt, ohne Zahlen zu nennen.

»Wir verkaufen gegen Höchstgebot«, berichtete die Mitarbeiterin des Amtes in Nürnberg. Wer der Glückliche ist, der das Grundstück erhält, bleibt jedoch bis auf Weiteres offen. Womöglich müssen nun nach Angaben von Baumgartner auch noch Nachfragen gestellt werden – und dann muss sich vor allem auch die Stadt Traunstein entscheiden, ob sie von ihrem Recht Gebrauch macht und das Grundstück zum Höchstgebot erwirbt.

Die Entscheidung, wer die 9600 Quadratmeter erhält, fällt nicht in der Niederlassung des BEV in Nürnberg, sondern in der Zentrale. Die Angebote gehen, wie Baumgartner informierte, an die Hauptverwaltung des Bundeseisenbahnvermögens in Bonn.

Auf einen Zeitplan wollte sich die Mitarbeiterin des BEV nicht festlegen. So viel allein sagte sie: Sie möchte das Verfahren nicht unnötig in die Länge ziehen, sondern möglichst schnell abschließen. Über den Daumen gepeilt, meinte sie, dass in »ein paar Wochen« alles entschieden sein müsste. pü

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