weather-image
27°
Verletzte und frierende Wanderer gerettet

Mehrere Unwettereinsätze

Berchtesgadener Land – Die Bergwachten im Berchtesgadener Land waren auch am Wochenende mehrmals gefordert.


Am Samstagnachmittag musste die Bergwacht Ramsau einen Patienten vom Weg unterhalb der Schärtenalm am Hochkalter abholen und per Geländefahrzeug ins Tal bringen. Gegen 16.20 Uhr ging vom Königssee ein Notruf ein, wo vier Leute rund einen halben Kilometer nördlich von St. Bartholomä mit einem Ruderboot im Sturm keine Chance mehr hatten, zurück ans Ufer zu gelangen. Die Wasserwacht rückte sofort mit ihrem Rettungsboot aus, musste aber nicht mehr helfen, da bereits eine vorbeikommende Besatzung eines Königsseeschiffs den Schiffbrüchigen Erste Hilfe geleistet hatte. Gegen 16.45 Uhr wurde die Bergwacht Marktschellenberg wegen zweier durchnässter Wanderer bei der Mittagsscharte am Untersberg, die im Regen nicht mehr weiterkamen, alarmiert.

Anzeige

Am Samstagabend gegen 20.30 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden eine nach dem Unwetter im Regen und Wind frierende vierköpfige Familie von der Priesbergalm holen. Die Bergretter brachten Vater, Mutter und die beiden Kinder ins Tal; eine Rettungswagenbesatzung des Roten Kreuzes übernahm den weiteren Transport zur Kreisklinik Berchtesgaden, wo die Wanderer auf eine mögliche Unterkühlung hin untersucht wurden.

Ebenfalls am Samstagabend ging ein Notruf von der Steineralm auf der Nordseite des Hochstaufens ein, wo sich ein 49-jähriger Mann aus Niederbayern bei einem Sturz am Kopf verletzt hatte. Die Reichenhaller Bergwacht und der Reichenhaller Notarzt fuhren von Urwies aus mit dem Rettungsfahrzeug zum Unfallort, versorgten den Patienten und brachten ihn über den ausgewaschenen Kiesweg bis zur gut befahrbaren Forststraße hinab, wo er an die Rettungswagenbesatzung des Roten Kreuzes übergeben und in die Kreisklinik Bad Reichenhall eingeliefert wurde.

Am Sonntagmorgen musste die Bergwacht Berchtesgaden zum Stahlhaus ausrücken und eine erkrankte Mitarbeiterin versorgen, die dann mit dem nachgeforderten Traunsteiner Rettungshubschrauber »Christoph 14« ins Tal geflogen wurde. fb