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Mehrheit der bayerischen Fußballvereine will Saison-Fortsetzung

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Fußballvereine in Bayern wollen Saison-Fortsetzung nach Corona-Pause am 1. September 2020
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Foto: Jan Woitas/dpa

Eine klare Zwei-Drittel-Mehrheit der bayerischen Fußballvereine will die wegen der Corona-Krise unterbrochene Spielsaison 2019/20 im Herbst fortsetzen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die der Bayerische Fußball-Verband (BFV) unter seinen Mitgliedern gestartet hatte. Am Mittwoch wird man beraten, wie genau es weitergeht.


Überblick:

Wie der Verband am Montagnachmittag bekanntgab, gab es für den Vorstands-Vorschlag des BFV, die Spielzeit bis zum 31. August auszusetzen und danach ab dem 1. September wieder fortzusetzen – wenn durch staatliche Vorgaben möglich – eine Zwei-Drittel-Zustimmung. Demnach stimmten 68,13 Prozent der Klubs, die an der BFV-Umfrage teilgenommen hatten mit »Ja«.

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Insgesamt haben 2178 Vereine für den BFV-Weg votiert, 1019 (31,87 Prozent) sprachen sich dagegen aus. Jeder Klub, der im Freistaat am Spielbetrieb teilnimmt, hatte eine Stimme. 73,53 Prozent aller Vereine haben sich an der Abstimmung beteiligt. Der BFV-Vorstand will am Mittwochabend zusammenkommen und auch vor dem Hintergrund dieses Ergebnisses weitere Beratungen führen.

»Unser großes Dankeschön geht an alle Vereine in ganz Bayern, die in solch überragender Mehrheit mit ihrer Stimmabgabe dazu beigetragen haben, dass dieses Meinungsbild auf einem ganz festen und breiten Fundament steht. Völlig losgelöst von dem, wie jeder Verein abgestimmt hat, lebt Demokratie vom Mitmachen – und unsere Vereine haben das auch in dieser für uns alle äußerst schwierigen Lage eindrucksvoll getan. Dafür Danke!«, sagt BFV-Präsident Rainer Koch und ergänzt:

»Die Entscheidung trifft jetzt natürlich der Vorstand als statuarisch rechtsverbindlich beschließendes Organ. Das steht ebenso außer Frage wie die Tatsache, dass wir uns nochmals sehr intensiv beraten werden. Die Zeit ist nicht einfach, weil wir wissen, dass sämtliche Lösungen im Umgang mit dieser Saison Nebenwirkungen mit sich bringen. Natürlich auch unser Weg. Wir sind aber nach wie vor davon überzeugt, dass das vorgeschlagene Modell unter Abwägung aller Fragen die bestmögliche Lösung darstellt.«

Rainer Koch
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Rainer Koch, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes und Präsident des Bayrischen Fußball-Verbandes. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild Foto: dpa

In einem wahren Webkonferenz-Marathon hatte der BFV um Präsident Rainer Koch, Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, Verbandsspielleiter Josef Janker und Geschäftsführer Jürgen Igelspacher binnen nicht einmal 45 Stunden in acht Videokonferenzen mit insgesamt 4428 Teilnehmern den bayerischen Vereinen sein Modell ausführlich vorgestellt.

Dieser Vorschlag, so die BFV-Auffassung, wird dem Wunsch der Klubs nach Planungssicherheit gerecht, gewährleistet gleichzeitig aber auch größtmögliche Flexibilität, bietet rechtliche Sicherheit in Bezug auf Haftungsfragen und trägt einem fairen Wettbewerb Rechnung.

Der Vorschlag sieht vor, den kompletten Spielbetrieb bei Frauen und Männern (von der Bayernliga abwärts), Juniorinnen und Junioren im Freistaat generell bis zum 31. August 2020 weiter auszusetzen, die Saison 2019/20 danach fortzuführen und in jedem Fall regulär zu beenden. Was die Fortsetzung im Nachwuchsbereich angeht, müsse man differenzierter vorgehen, so BFV-Präsident Koch.

Alle Vereine hatten online über das vorgeschlagene Modell abstimmen und so zu einem bayernweiten Meinungsbild beitragen können. Die Befragung bezog sich ausdrücklich nicht auf die Regionalliga Bayern, die an der Schnittstelle zu den Ligen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) davon abhängig ist, wie das weitere Vorgehen der 3. Liga und die Abstimmung unter den weiteren Regionalverbänden aussieht.

red/Pressemitteilung des Bayerischen Fußball-Verbandes

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