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Mehrheit der Deutschen wünscht sich Frauentag als Feiertag

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Internationaler Frauentag
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In Berlin ist der Frauentag zum ersten Mal gesetzlicher Feiertag, als erstes Bundesland überhaupt hat die Hauptstadt diesen arbeitsfreien Tag eingeführt. Foto: Jens Wolf Foto: dpa

Arbeitsfrei am Internationalen Frauentag? Dieser Idee können viele Bürger etwas abgewinnen. Dabei gibt es zum Feiern eigentlich wenig Grund, blickt man auf den Stand der Gleichberechtigung.


Berlin (dpa) - Mehr als die Hälfte der Bundesbürger ist dafür, den Internationalen Frauentag am 8. März nach dem Vorbild Berlins zum gesetzlichen Feiertag zu erklären. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov im Auftrag des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).

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Danach würden 54 Prozent der Befragten gern dem Beispiel Berlins folgen, 34 Prozent sprachen sich dagegen aus. In der Hauptstadt ist der Frauentag zum ersten Mal Feiertag, als erstes Bundesland überhaupt hat das rot-rot-grün regierte Berlin diesen arbeitsfreien Tag eingeführt. Damit hat auch die Bundesregierung mit ihren Ministerien und anderen Behörden quasi »geschlossen«, während der komplette Rest Deutschlands arbeitet. Das hat es so noch nie gegeben.

»Wie kein anderes Datum steht der 8. März für den langen Weg hin zur Gleichstellung der Geschlechter«, erklärte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) dazu. Für Politik und Gesellschaft gelte es, weiter für Gleichstellung und die Rechte der Frauen zu kämpfen. Hier sei viel erreicht worden, aber: »Es bleiben viele brennende Aufgaben.«

Am Internationalen Frauentag fordern weltweit zahlreiche Organisationen die volle soziale, wirtschaftliche, kulturelle und politische Gleichstellung von Frauen. Sexismus, Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen, seit langer Zeit der geringste Frauenanteil im Bundestag: Der Weg zur Gleichberechtigung ist in vielen Teilen der Gesellschaft auch mehr als 100 Jahre nach dem ersten Frauentag noch weit.