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Meine Marke, deine Marke

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Den Namen von Marken kann man sich schützen lassen - zum Beispiel «Neuschwanstein». Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Foto: dpa

Hast du mal ein Tempo? Bestimmt hast du das auch schon mal jemanden gefragt. Der Name «Tempo» wird viel mehr benutzt als das Wort «Taschentuch». Dabei ist Tempo eigentlich der Name einer Marke. Diese Marke ist aber so bekannt geworden, dass fast alle Tempo sagen. Ähnlich ist das bei «Labello» oder «Tesafilm».


Damit niemand einen bekannten Namen klaut und diesen vielleicht für seine eigene Marke verwendet, kann man sich in Deutschland Marken schützen lassen. Dafür meldet man den Namen offiziell an - und zwar beim Deutschen Patent- und Markenamt. Das kostet Geld.

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«Neuschwanstein» ist auch solch eine geschützte Marke. Sie gehört dem Bundesland Bayern und ist nach einem berühmten Schloss benannt. Hersteller müssen deshalb Bayern fragen, wenn sie das Wort «Neuschwanstein» auf ihre Produkte drucken wollen. Das machen sie zum Beispiel auf Tassen, die man als Mitbringsel kaufen kann. Das Land darf dafür sogar Geld verlangen.

Dagegen haben die Hersteller geklagt. Ein Gericht hat aber jetzt entschieden: Das ist schon okay so. Bayern darf die Marke «Neuschwanstein» behalten und auch Gebühren verlangen.