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Melodischer Sonntag in Ramsau

Ramsau - Das Zentrum des südlichen Berchtesgadener Landes schien am Sonntag die Ramsau zu sein. Scharenweise strömten Einheimische und Gäste zur »Musikalischen Dorfroas«.

Das Fest begann mit einer heiligen Messe, zelebriert von Kaplan Stefan Leitenbacher und musikalisch umrahmt von der Blaskapelle Ramsau und den Stoaberg-Sängerinnen. Es regnete und der Kaplan bat mit einem Wettersegen um Trockenheit. Diese Bitte des Geistlichen wurde erhört und das Fest blieb tatsächlich trocken.

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Die Ramsauer Blaskapelle marschierte zum Bergkurgarten. Mit einem einstündigen Eröffnungskonzert und mit Grußworten von Bürgermeister Herbert Gschoßmann, Organisator Helmut Stutz und Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Sylvest Stöckl war die musikalische »Dorfroas« offiziell eröffnet.

Ab 12.00 Uhr war die Ortsdurchfahrt auf der Staatsstraße 2099 Ramsau - Hintersee ab Kreuzung Rathaus bis Einfahrt Parkplatz Pfeiffenmacherbrücke für den Verkehr gesperrt. Man parkte entlang der Alpenstraße und die Autos standen bis zur Wimbachbrücke. Mit der Wetterbesserung nahm auch die Besucherzahl zu. Man wanderte in der Regel einmal durchs Dorf und dann wusste man, zu welcher Musikgruppe man sich gesellen wollte. Vielleicht bei der Priesberg Musi am Vereinskaser der Achentaler? Oder lieber bei der Hallgrafenmusi aus Bad Reichenhall beim »Oberwirt«? Oder bei der Leobendorfer Tanzlmusi am Dorfplatz, bei den Krainer Musikanten aus Unken bei der Freiwilligen Feuerwehr oder bei der Klausbachmusi am Bergwachtstand? Das sind aber nur ein paar der insgesamt 13 Musikgruppen, die an diesem Tag zu hören waren. Immer wieder wurde man von Marketenderinnen gestoppt und auf ein »Schnapsl« verführt.

Die Ramsauer standen zusammen und jeder half mit, damit ein Spitzenfest im Rahmen der 500-Jahr-Feier der Pfarrkirche Ramsau zustande kam. Und es ist ihnen gelungen: mit einem verkaufsoffenen Sonntag fast aller Geschäfte sowie vielen Unterhaltungsdarbietungen. Da gab es eine Hüpfburg und eine Spielecke bei der Bäckerei Niedermayer oder ein Pferdegespann des Hofbrauhauses Berchtesgaden. Ein Kran bot die Möglichkeit, Ramsau aus der Vogelperspektive zu bewundern. Und Waltraud Gschoßmann leitete mehrerer Kirchenführungen. Dazu gab es beispielsweise Kunstmaler, Brunnenmacher und verschiedene Infostände.

Eine Sportlerehrung gab es beim Bergwachtstand für den Juniorendoppelweltmeister im Skibergsteigen, Toni Palzer. Die Laudatio für den jungen Ramsauer Supersportler hielt Georg Hackl. Geschenke und Glückwünsche der Alpenvereinssektion Berchtesgaden übermittelte Christl Zembsch und vom Skiklub Ramsau gab es Glückwünsche und Geschenke von 1. Vorsitzendem Helmut Stutz. Toni Palzer gab Auskunft über sein Material beim Skibergsteigen und über sein Training. Als Wettkampfvorbereitung bewältigte er in diesem Jahr 170 000 Höhenmeter.

Weiters gab es für Einheimische und Kurgäste interessante Interviews mit Manuel Machata, Eugenie Buhl, Franz Stöckl und Bergwachtleiter Rudi Fendt, die Toni Graßl führte. Die Klausbach Musi hatte extra ein Stück für Toni Palzer mit dem Titel der »Berg ruft« komponiert. Viele waren der Meinung, dass es ein so ein schönes Fest in der Ramsau noch nie gegeben hat. B. St.