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Merkel lobt CSU in Rosenheim – AfD stört Wahlkampfauftritt

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (links) hält auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim einen Bergstecken, den sie von der CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig geschenkt bekommen hat. Rechts halten Merkelkritiker und AfD-Anhänger bei ihrer Demonstration Schilder mit der Aufschrift "Merkel hasst Deutschland" in die Höhe. Foto: Matthias Balk/dpa

Rosenheim – Mit einer Charmeoffensive an die Adresse des CSU-regierten Freistaats hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Wahlkampfauftritt in Rosenheim bestritten.


Die kluge Politik der Bayerischen Staatsregierung zeige, "wie man ein Land nach vorne bringen kann", sagte die CDU-Vorsitzende am Dienstagabend vor mehreren Tausend Zuhörern, die trotz zeitweise strömenden Regen ausharrten. Bayern sei ein Land der Innovation, das Motto "Laptop und Lederhose" solle auf ganz Deutschland übertragen werden.

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Auf den Dissens mit der Schwesterpartei CSU in der Frage einer Obergrenze bei der Flüchtlingszuwanderung ging Merkel in ihrer gut halbstündigen Rede mit keinem Wort ein. Sie sagte aber, dass sich die Situation vom Herbst 2015 – als die Flüchtlingskrise auf dem Höhepunkt war – nicht wiederholen dürfe.

Beim Thema innere Sicherheit warb Merkel erneut für ein sogenanntes Musterpolizeigesetz für alle Bundesländer, um bundeseinheitliche Standards zu erreichen. "Wir müssen den islamistischen Terror mit aller Kraft bekämpfen", so die Kanzlerin. Dafür sei aber auch internationale Zusammenarbeit nötig.

Die AfD hielt nur wenige Meter von Merkels Auftrittsort entfernt eine eigene, genehmigte Kundgebung ab. An deren Stand versammelten sich mehrere Dutzend Anhänger. Die Rede der Kanzlerin wurde von einem gellenden Pfeifkonzert begleitet. Demonstranten riefen "Hau ab". Auf Transparenten stand "Merkel hasst Deutschland".

dpa/lby

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Foto: Matthias Balk/dpa
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