Michaela Kaniber im Amt bestätigt

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Zur CSU-Kreisdelegiertenversammlung konnte Kreisvorsitzende Michaela Kaniber, MdL (2.v.r.) auch die CSU-Bezirksvorsitzende und Landtagspräsidentin Ilse Aigner, MdL (2.v.l.), Landrat Bernhard Kern (1.v.l.) und Bürgermeister Thomas Gasser (1.v.r.) in Teisendorf begrüßen. (Foto: privat)

Berchtesgadener Land – Die Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber, wird auch in den kommenden Jahren als Vorsitzende an der Spitze des CSU-Kreisverbandes Berchtesgadener Land stehen. Das haben die Kreisdelegierten bei ihrer Versammlung, die erstmals seit eineinhalb Jahren in Präsenz im Teisendorfer »Poststall« stattfand, beschlossen. Kaniber begrüßte neben den 115 Delegierten auch Landrat Bernhard Kern, Altlandrat Georg Grabner, Bezirksrat Georg Wetzelsperger, den Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Ramsauer sowie den Hausherrn Thomas Gasser und zahlreiche Bürgermeister. Als Ehrengast erschien Landtagspräsidentin und CSU-Bezirksvorsitzende Ilse Aigner.


»Es tut wirklich weh«

Michaela Kaniber betonte in ihrem Rechenschaftsbericht, dass die CSU keinesfalls eine Schönwetter-Partei sei. »Gerade deshalb werden wir auch in Zukunft alle Kraft für unsere Heimat aufbringen. Wenn's leicht ist, kann's jeder. Wenn's schwierig wird, dann machen's wir.« Die Pandemie und die vergangene Kommunalwahl 2020 ließ Kaniber noch einmal Revue passieren. »Es tut wirklich weh, wenn man Bastionen wie Ainring, Freilassing, aber auch Saaldorf-Surheim abgeben muss. Aber unsere Kandidaten haben alles gegeben.« Stolz sei der Kreisverband, mit Dr. Christoph Lung einen jungen, dynamischen Oberbürgermeister in Bad Reichenhall stellen zu können. Auch auf weitere Erfolge wie mit Markus Winkler in Anger sei man stolz. Dass die CSU mit Bernhard Kern wieder den Landrat im Berchtesgadener Land stellen kann, sei eine ganz entscheidende Weichenstellung.

»Ebenso sind wir besonders stolz auf die starken Ergebnisse der Bürgermeister in den Kommunen. Mit einem Plus von 21 seien die Mitgliederzahlen im CSU-Kreisverband stabil. Die Stimmenverluste im Kreistag sind Ansporn, sich noch mehr anzustrengen.« Kaniber rief die Anwesenden dazu auf, sich neu aufzustellen: »Wer glaubt, dass es immer so weitergeht, liegt falsch.« Die CSU habe nur noch 25 Prozent Stammwähler, alle weiteren Stimmen kämen von Wechselwählern. Umso mehr komme es nach innen auf gute Zusammenarbeit, nach außen auf Geschlossenheit an. Bei der Gestaltung in den Gemeinden habe man es mit immer größeren Herausforderungen zu tun.

Akt der Solidarität

Was die Pandemie betrifft, herrsche gerade eine Aufbruchstimmung, man sei aber noch nicht über den Berg. Die 3G-Regelung erlaube jetzt wieder ein normaleres Leben. »Wir können uns wieder treffen, wir können uns wieder bewegen, Kultur kann stattfinden.« Kaniber betonte, dass ein Schnelltest keine außerordentliche Belastung sei – vielmehr ein Akt der Solidarität und des Zusammenhalts – wie das Impfen auch. »Wir müssen den Menschen die Angst vorm Impfen nehmen. Ich empfehle allen, die notorisch gegen eine Impfung sind, mit jemandem zu sprechen, der Corona hatte.« Sie selbst habe einige Menschen im Bekanntenkreis, die auch nach der Genesung an Langzeitfolgen leiden.

Was wirtschaftliche Beeinträchtigungen betrifft, seien Insolvenzen bisher im Landkreis größtenteils ausgeblieben. Dazu sei Kaniber ständig mit den örtlichen Bankdirektoren im Austausch. »Das, was Bayern und Deutschland in der Pandemie geleistet haben, ist einzigartig. Unsere Wirtschaft hat es einigermaßen gut überstanden. Dennoch bin ich in Sorge, ob es noch zu Einbrüchen kommt.«

Ihren ausdrücklichen Dank richtete Kaniber an das Landratsamt und Landrat Bernhard Kern. Nach der Hochwasserkatastrophe im südlichen Landkreis seien 204 Anträge bewilligt und damit 600 000 Euro umgehend an die Betroffenen ausbezahlt worden – in der Regel noch am Tag der Antragstellung. Ganz im Gegenteil zu den Corona-Hilfen, bei denen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) Antragsteller monatelang vertröstete. Lang anhaltenden Applaus erntete Kaniber für ihr Lob an die Feuerwehren: »Ich habe am Tag der Hochwasserkatastrophe Videos geschickt bekommen, auf denen sich Straßen in Berchtesgaden in reißende Flüsse verwandelt haben. Ihr seid da durch, ihr habt den Menschen vor Ort geholfen, ihr habt sie gerettet. Was ihr geleistet habt, ist unglaublich.«

Verlässliche Politik

Auf die Politik müsse Verlass sein und verlässliche Politik bekomme man nur mit der CSU, stellte die Kreisvorsitzende klar. »Für mich ist Peter Ramsauer ein absoluter Vertrauensmann, auf den stets Verlass ist, wenn man ihn braucht. Er ist einer, der zu seiner Meinung steht, auch wenn es unangenehm wird. Dieses Kämpfen kann Peter Ramsauer wie kein anderer.« Für klare Ansichten stehe auch CSU-Listenkandidat Konrad Baur: »Er ist ein Mann der eindeutigen Worte, ein junger Politiker, der eine große Karriere vor sich hat.«

Eine Lanze für die heimischen Kandidaten brach auch CSU-Bezirksvorsitzende Ilse Aigner. Sie lobte die CSU-Kreisvorsitzende für ihre Führungsstärke und gleichzeitig empathische Art. Als ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin könne sie auch beurteilen, was es in der heutigen Zeit bedeute, ein so forderndes Amt wie das der Landwirtschaftsministerin auszufüllen. Es sei nicht einfach, ehrliche Politik für eine gute Zukunft der Bäuerinnen und Bauern zu machen, während Populisten diesen nach dem Mund reden.

Die CSU habe sich kürzlich am Parteitag in Nürnberg eindeutig hinter Armin Laschet als Kanzlerkandidat gestellt. Michaela Kaniber bedauerte, dass es nur noch um Skandalisierungen gehe und der Wahlkampf immer schmutziger werde. Demnach rufen aktuell sogar Schauspieler Kinder und Jugendliche in emotionalen und moralisierenden Briefen dazu auf, die Großeltern in ihrer Wahlentscheidung pro Grüne zu beeinflussen.

Bayern in allen Bereichen an der Spitze

»Das ist nur noch widerwärtig«, so Kaniber. Sie vermisse in der Gesellschaft zudem immer mehr den Kampfgeist für die eigene Heimat. »Ich bin nicht mehr bereit, immer nur das Gejammer einer ideenlosen Opposition in Kauf zu nehmen. Bayern steht in allen Bereichen an der Spitze: Wirtschaft, Sozialsystem, innere Sicherheit, Umweltschutz, Ökolandbau oder Hightech. Ich höre jeden Tag Vorwürfe, was wir alles besser machen müssen. Wir ruhen uns sicher nicht aus. Schauen wir doch mal, wie es anderswo läuft: Egal, ob wir die soziale Sicherheit, unsere Bildung oder unsere Gesundheitssystem anschauen.«

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