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TRBK-Vorsitzender Franz Rasp behandelt in seinem Bericht mehrere große Themen

Millionenkosten für die Kehlsteinstraße?

Muss die Kehlsteinstraße für eine Millionensumme saniert werden? (Foto: Archiv Pfeiffer)

Berchtesgaden – Teuer, durchaus siebenstellig, schätzt Franz Rasp, Vorsitzender des Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee, in seinem Jahresbericht die Instandsetzungskosten für die Kehlsteinstraße und die Dahlsenwinklstraße, die im Verantwortungsbereich des Verbands liegen. Handlungsbedarf sei in jedem Fall vorhanden, so Rasp.


Muss die Kehlsteinstraße für eine Millionensumme erneuert werden? »Handlungs- und Diskussionsbedarf« sieht zumindest der Verbandsvorsitzende Franz Rasp, der in der jüngsten Sitzung eine mögliche Straßensanierung am Kehlstein zum Thema machte. Damit sind nicht die Kehlsteinwege gemeint, die in den nächsten Monaten für mehrere Millionen Euro saniert werden, sondern die Dahlsenwinklstraße sowie die von Bussen befahrene Kehlsteinstraße, über die jedes Jahr Hunderttausende in Richtung Kehlsteinhaus kutschiert werden.

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»Wir brauchen unbedingt fundierte Aussagen«, forderte Rasp, der sich eine »sinnvolle und pragmatische Lösung« wünscht. Näher auf das Thema wollte er zunächst nicht eingehen. »Ich halte mich dieses Mal mit meinem Bericht recht kurz«, sagte Rasp, wissend, dass viele der von ihm angeführten Themen Diskussionspotenzial bieten. So etwa das Thema »Watzmann Therme«: »Zurzeit treiben wir die Planungen für die Zukunft des Bades voran«, sagte Rasp. Derzeit eruiere man mögliche Fördergeldgeber. Ob neu gebaut, umgebaut oder lediglich attraktiver werden soll, ließ Rasp dabei im Raum stehen. »Wir prüfen alle Möglichkeiten.« Der Fortbestand der Therme sei in jedem Fall in den nächsten Jahren erst einmal gesichert.

In Sachen Kongresshaus, das nun als »AlpenCongress« beworben wird, wolle man sich hinsichtlich des Marketings neu aufstellen. Nach dem millionenschweren Umbau wolle man einen neuen Weg einschlagen und vor allem »qualitativ gute Veranstaltungen ins Haus holen«. Deutlich intensiver kooperiere man in der Verwaltung des Kongresshauses bereits mit der heimischen Hotellerie. »Unser Ziel ist es, das Haus im Sinne der Region zu vermieten«, sagte Franz Rasp. Seit dem Umbau könne man endlich »vernünftige Preise« durchsetzen. Mehrere hochwertige Veranstaltungen seien bereits geplant. Natürlich gebe es auch weiterhin Veranstaltungen »zum Füllen von Lücken«. Das ausgeschriebene Ziel für die Zukunft: »Kosten reduzieren.« In dieser Hinsicht gebe es noch »viel Luft nach oben.«

Zum Thema »Markenprozess« sagte Franz Rasp, dass mittlerweile »alle Marken stehen«. Die Organisationsstruktur sei vorhanden. Dennoch gebe es noch viel zu diskutieren. So auch die Frage nach den Büros der Verwaltung des Zweckverbands, die sich aktuell an der Königsseer Straße am Kreisverkehr befinden. Dass die Verwaltung mittelfristig dort raus soll, ist seit Längerem im Gespräch. Wohin es gehen wird, ist noch nicht abschließend geklärt. In der Vergangenheit war das Bahnhofsgebäude immer wieder als mögliches Objekt genannt worden.

Kritik am Zweckverband und wegen unverhältnismäßig hoher Personaleinstellungen in Folge des Markenprozesses lässt Rasp nicht zu: »Wir befinden uns im Stellenbedarf und überschreiten keine Grenzen«, sagte er. Es sei ein »zäher Prozess der Organisationsstruktur«. Allerdings sieht der Verbandsvorsitzende endlich »Licht am Ende des Tunnels – und es ist nicht der Zug«, scherzte Rasp. Kilian Pfeiffer