weather-image
19°

Millionen-Rückzahlung von DFB bewusst falsch deklariert

Frankfurt/Main (dpa) - Die Rückzahlung des dubiosen Darlehens über zehn Millionen Franken (6,7 Millionen Euro) durch den Deutschen Fußball-Bund an den französischen Geschäftsmann Robert Louis-Dreyfus ist durch die deutschen WM-Organisatoren bewusst verschleiert wurden.

Bericht
Millionen-Rückzahlung von DFB bewusst falsch deklariert. Foto: Arne Dedert Foto: dpa

Zu dieser Erkenntnis kommen die vom DFB beauftragten Prüfer der Kanzlei Freshfields.

Anzeige

Wie deren Experte Christian Duve am Freitag bei einer Pressekonferenz sagte, hätten die damaligen WM-OK-Mitglieder Horst R. Schmidt und Theo Zwanziger ihren Plan im April 2005 umgesetzt, die Rückzahlung über eine fingierte Überweisung an ein FIFA-Konto vorzunehmen. Der Betrag wurde als Zuschuss für die geplante WM-Gala an den Weltverband deklariert.

Von dem FIFA-Konto floss die Summe dann an ein Konto von Louis-Dreyfus weiter. Als die WM-Gala im Januar 2006 abgesagt wurde, habe es vom DFB keine Rückzahlungsforderung gegeben. Louis-Dreyfus hatte dem DFB drei Jahre zuvor den Betrag von 10 Millionen Franken geliehen. Laut Freshfields floss das Geld anschließend über ein Schweizer Konto nach Katar.

Das DFB-Präsidium

DFB-Pk

1. Spiegel-Bericht zur Affäre

Freshfields