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Auf eine lange Zeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Berchtesgaden blicken die ausgezeichneten Mitglieder zurück. Mit ihnen freuten sich die Kommandanten und die Vereinsvorstände. Fotos: Anzeiger/Wechslinger

Berchtesgaden – 400-mal musste die Freiwillige Feuerwehr im vergangenen Jahr ausrücken. Zu Bränden, Technischen Hilfeleistungen und sogar zur Insektenbekämpfung. Dabei gab es wie beim Brand in der Watzmanntherme und zuletzt am Sonnenhof auch recht prekäre Situationen zu lösen, die auch Menschenleben hätten kosten können. Die Feuerwehr hatte auch sehr traurige Einsätze, so als eine junge Frau in ihrem Auto verbrannte. Insgesamt sah der Rückblick der neuen Kommandantur und des Vereins jedoch sehr positiv aus. Vereinsvorsitzender Thomas Fritsch sprach jedoch deutlich davon, dass die Vorstandschaft bei der nächsten Wahl nicht mehr zur Verfügung stehe. Im Mittelpunkt der gelungenen Versammlung im Hotel »Vier Jahreszeiten« standen auch mehrere Beförderungen sowie die Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder (siehe Kästen).


Er könne viel erzählen, was im letzten Jahr für die Feuerwehr wieder alles angeschafft worden sei, doch er wolle sich kurz halten, so Marktbürgermeister Franz Rasp. Spätestens nach dem letzten Jahr mit 400 Einsätzen sei wohl jedem die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr bewusst geworden. »Ich bin stolz, Kamerad und Dienstherr zu sein«, betonte Rasp.

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Kommandant Thomas Pfnür dankte allen Spendern und der alten Kommandantur, die über zwölf Jahre beste Arbeit geleistet habe. Die Kommandanten Pfnür und Christian Buchwinkler hielten abwechselnd Rückschau auf ein überaus ereignisreiches Jahr.

Die beiden sprachen von der Anschaffung der neuen Feuerwehrhelme in gelber Farbe, die ebenso wie die in der Anschaffung befindlichen Einsatzjacken in der Farbe »Gold« mit Reflektoren für eine größere Sicherheit der Feuerwehrleute sorgen würden. Schon beim Brand in der Watzmann Therme hätten sich die neuen Helme bewährt, so der zweite Kommandant.

Im Weiteren sprachen die Kommandanten von der Teambildung und einem hierfür neuen Organigramm, von einem neuen Schlauchpaket, der Inbetriebnahme eines neuen Versorgungs-Lkws, von neuen Masken beim Atemschutz, die mit anderen Systemen kompatibel seien, von einem Ausbau der Hauptwache sowie der Erhöhung der Gerätewartstunden. Denn hinter jedem Einsatz würden auch nachher viele Stunden Arbeit stecken.

Beim Bereich Ausbildung an den Feuerwehrschulen gebe es Probleme mit dem Platzbedarf, dennoch seien auch 2013 wieder viele Kameraden auf Lehrgängen gewesen. Ferner wurden 133 Übungen abgehalten, wo gut 5 000 Stunden im Ehrenamt geleistet worden sind.

Beim Rückblick auf die vielfältigen unterschiedlichen Einsätze wurde die Wichtigkeit der Drehleiter herausgestellt. Bei einigen Einsätzen wie beim Waldbrand am Thumsee oder bei den Pumpeinsätzen in Freilassing war die Feuerwehr sehr lange im Einsatz. Beim Brand am Sonnenhof bewahrte die frühe Brandmeldung wohl mehrere Menschen vor dem Tod. Im Weiteren sprach die Kommandantur von Einsätzen beim frühen Einbruch und beim Brand im Personalhaus des Hotels »Edelweiß«. Insgesamt waren 216 aktive Feuerwehrkameraden bei den 400 Einsätzen gefordert.

Berchtesgaden dürfe stolz auf seine Feuerwehr sein, erklärte Kreisbrandrat Josef Kaltner und betonte, nur gemeinsam stark zu sein. Vorsitzender Thomas Fritsch sprach von einer großen Werbewirksamkeit der Feuerwehr durch die vielen teilweise höchst spektakulären Einsätze. Fritsch betonte aber auch, dass im nächsten Jahr der gesamte Vorstand seine Mission beende.

Schriftführer Christian Pfnür-Rosenberger hielt Rückschau auf ein ereignisreiches Vereinsjahr und erinnerte an die vielfältigen Aktivitäten. Geordnete Finanzen konnte Kassier Markus von Hoesslin vorweisen. Für den verstorbenen Kameraden Franz Renoth wurde Georg Renoth bis zu den Neuwahlen als Kassenprüfer gewählt. Wichtigste Neuerung bei der Änderung der Vereinssatzung war die Verringerung der Legislaturperiode von sechs auf vier Jahre. Christian Wechslinger