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Miroslav Polak übernimmt den SB Chiemgau Traunstein

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Der Sportliche Leiter des SB Chiemgau Traunstein, Rainer Hörgl (links) stellte den neuen Trainer Miroslav Polak vor. (Foto: SB Chiemgau)

Das Geheimnis ist gelüftet: Der SB Chiemgau Traunstein hat seinen neuen Trainer für die Saison 2018/2019 am Samstag im Sportlerbräu vor seinen Fans und Sponsoren offiziell vorgestellt.

Miroslav Polak wird den Fußballverein im Sommer übernehmen. »Und dann werden wir hoffentlich auch weiterhin in der Bayernliga spielen«, betonte der Sportliche Leiter des SB Chiemgau Traunstein, Rainer Hörgl, im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. »Und wenn nicht, dann starten wir eben zusammen in der Landesliga einen neuen Angriff.«

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Miroslav Polak wurde in Belgrad geboren. Der mittlerweile 60-Jährige hat reichlich internationale Erfahrung. Er war unter anderem Fußballprofi bei Partizan Belgrad, Rad Belgrad, IFK Malmö (Schweden), Panionios Athen (Griechenland) und Austria Salzburg. Zudem war er noch beim österreichischen Verein FC Puch als Spielertrainer tätig und schlug dann ab 1991 endgültig die Trainerlaufbahn ein.

Der Inhaber der UEFA-Profi-Fußballtrainerlizenz war danach lange Jahre für Austria Salzburg als Nachwuchscoach tätig, ehe er beim SV Braunau Cheftrainer wurde (1997 bis 1999/II. Bundesliga). Danach ging es zurück zu Austria Salzburg. Dort war er sogar einige Zeit Cheftrainer in der I. Bundesliga. Er musste nach einem sechsten Platz in der Meisterschaft und einem verlorenen Pokalfinale gegen den Grazer AK aber im Jahr 2011 seinen Hut nehmen. Beim TSV St. Johann wurde Polak dann Sportdirektor und Nachwuchschef (2001 bis 2003 und 2004 bis 2006), ehe er diese Ämter auch beim FC Puch (2007 bi 2010) ausübte und dort auch Cheftrainer war. 2013/2014 gab's erneut ein Comeback bei Austria Salzburg – und das überaus erfolgreich: Unter seiner Führung gelang dem West-Regionalligisten die Meisterschaft, allerdings konnte sich Polak mit der Vereinsführung nicht auf einen Vertrag für die darauffolgende Saison einigen und so trennten sich die Wege erneut.

Zuletzt war Polak rund zwei Jahre lang Trainer beim BSK Bischofshofen in der Salzburger Liga und formte das Pongauer Team vom Abstiegskandidaten zum Titelaspiranten in der vierthöchsten österreichischen Spielkasse. Nach der Herbstsaison lag der BSK nämlich an erster Stelle, doch im März diesen Jahres stellte ihn den Verein überraschend frei. Die Vereinsverantwortlichen wurden wohl wegen schwacher Testspielergebnisse in der Vorbereitung nervös. Nun hat Miroslav Polak, der in Salzburg wohnt, beim SB Chiemgau Traunstein also eine neue sportliche Heimat gefunden.

»Ich kenne und schätze ihn seit vielen Jahren«, betonte Rainer Hörgl. Polak habe im Laufe seiner langen Karriere sowohl mit Profis, aber auch mit vielen Nachwuchsspielern gearbeitet. »Und da wir einen Kader mit vielen jungen Spielern haben werden, ist Miroslav Polak genau der richtige Mann für uns«, fügte Hörgl hinzu. Denn gerade junge Spieler brauchen einen Trainer mit viel Erfahrung. »Und die hat er definitiv.« Polak selbst nannte bei seiner Präsentation als wesentliches Ziel seiner neuen Aufgabe, junge Spieler in die Erste Mannschaft zu integrieren und mit dem Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) intensiv zusammenzuarbeiten. Polak wird übrigens am 18. Juni seine neue Mannschaft erstmals zum Training  bitten.

Eine genaue Vertragslaufzeit wurde laut Hörgl nicht festgelegt. »Wir wollen gemeinsam etwas aufbauen – und das ohne zeitlichen Druck. Die Zusammenarbeit ist also über Jahre angedacht.« Miroslav Polak war zuletzt auch bereits mehrfach im Jakob-Schaumaier-Sportpark und schaute sich einige Spiele seiner neuen Mannschaft an. Zudem war er auch bereits bei einigen Partien der U 19 vor Ort. »Er hat sich schon einen guten Überblick verschafft und ist auch von unserer Anlage begeistert«, sagte Hörgl. »Und er ist natürlich auch schon eng in die Kaderplanung miteinbezogen.«

Rainer Högl führte nach eigenen Angaben bereits Gespräche mit fast allen Spielern. »Ein Großteil des Kaders wird uns erhalten bleiben«, betonte er. Allerdings werden dem SB Chiemgau auch einige Spieler den Rücken kehren. Fest steht bisher schon, dass Franz Eyrainer aus beruflichen Gründen die Traunsteiner verlassen wird. Zudem wird Sebastian Mayer nicht mehr auflaufen. »Bei ihm sind es gesundheitliche Gründe«, sagte Hörgl. Mayer habe immer wieder Probleme mit seinem Knie (»Knorpelschaden) und deswegen werde das Traunsteiner Urgestein aufhören. SB