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Mit Bahn und Bus ins Wintersportvergnügen

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Sie präsentierten in den Räumen der DAV-Sektion Traunstein den neuen grenzüberschreitenden Wintersportführer »Alpintourismus und sanfte Mobilität«: Steffen Rubach (von links), Geschäftsführer der Euregio Salzburg, Berchtesgadener Land, Traunstein, Monika Haselberger vom Landratsamt Traunstein, Otto Steigelmann von der DAV-Sektion Traunstein, Alfhart Amberger, Vorsitzender der DAV-Sektion Traunstein, sowie Projektleiter Magister Karl Regner vom Alpenverein Salzburg. (Foto: Brenninger)

Seit zwölf Jahren gibt es den Führer »Alpintourismus und sanfte Mobilität« nun schon. Zweimal im Jahr erscheint er – einmal für die Wintersaison, einmal für die Sommer- und Herbst-Saison. Vorgestellt werden darin verschiedene Touren und immer unter dem Aspekt, dass die Bergfreunde die Anreise per Bahn oder Bus meistern können.


Der Herausgeber der Broschüre ist der Alpenverein Salzburg. Daran hat sich auch in diesem Jahr nichts geändert. Neu ist allerdings, dass der Führer nun erstmals in einer grenzüberschreitenden Auflage erschienen ist. Sprich: Der Alpenverein Salzburg hat sich mit den DAV-Sektionen Bad Reichenhall und Traunstein zwei starke Partner mit ins Boot geholt. Und: Das grenzüberschreitende Projekt wird nun auch von der Europäischen Union mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (INTERREG) für ein Jahr gefördert.

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Der neue Wintersportführer ist in einer Auflage von 4000 Stück erschienen. »Die Informationen über Fahrmöglichkeiten und Tarife beim grenzüberschreitenden Freizeitverkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinken hinterher. Diese Informationslücke soll der Wintersportführer mit Bahn und Bus nun füllen«, betonte Projektleiter Magister Karl Regner vom Alpenverein Salzburg bei der Präsentation der neuen Broschüre in den Räumen der DAV-Sektion Traunstein.

»Es ist kein klassischer Tourenführer, dazu gibt es schon genug Literatur«, hob Regner hervor. »Der Fokus liegt auf den Überquerungen und es gibt eben viele Infos über die grenzüberschreitende An- und Abreise.« Und, führte Regner weiter aus: Es sei eher keine Broschüre für die Urlaubsgäste, sondern sie sei vor allem für die Einheimischen gedacht.

Der AV-Wintersportführer, der ab sofort unter anderem im Landratsamt Traunstein oder bei den zwei DAV-Sektionen erhältlich ist, enthält neben 35 Skitourentipps auch Informationen fürs Langlaufen, Rodeln, Eislaufen und für Winterwanderungen. Zudem gibt es etwa auch Informationen zu Gratisbussen.

Eine Schwierigkeit gibt es allerdings: »Die Bahnanreise aus dem Raum Traunstein nach Österreich für Tagestouren ist zwar möglich, aber sie kann zeitlich und von den Fahrpreisen her oft unattraktiv sein«, informierte Regner. Daher empfahl er den Wintersportlern aus dem Raum Traunstein, ein Stück mit dem eigenen Auto zu fahren, um dann beispielsweise ab Golling die Anreise zur Tennengebirgsüberschreitung mit Bahn oder Bus fortzusetzen.

Die Gültigkeitsdauer des Führers ist übrigens saisonbedingt. »Der Wintersportführer gilt bis zur Schneeschmelze«, betonte Regner. Für die Sommer- und die Herbstsaison werde dann eben eine neue Broschüre herausgegeben. »Und auch für die neue Wintersaison sind die Führer dann nicht mehr brauchbar, denn es ändert sich meistens doch viel«, führte er weiter aus.

Aus zwei Gründen würde die Euregio das Projekt (Gesamtkosten: 14 600 Euro) mit 70 Prozent unterstützen, sagte Steffen Rubach, Geschäftsführer der Euregio Salzburg, Berchtesgadener Land, Traunstein. Erstens wolle man den Umschwung auf öffentliche Verkehrsmittel unterstützen. »Wir wissen natürlich, dass wir nicht die Massen bewegen werden, aber wir wollen bei den Einheimischen eine Bewusstseinsbildung erreichen und Akzente setzen.« Zweitens wolle man zudem das Bewusstsein für grenzüberschreitende Erlebnisse stärken.

Die Förderung ist bis 31. Juli 2018 begrenzt – sprich zwei Führer werden in diesem Zeitraum auf den Markt gebracht. »Nach dem Projektende sollen die Sektionen natürlich entsprechend weiterarbeiten«, betonte Rubach. Alfhart Amberger, Vorsitzender der DAV-Sektion Traunstein, sicherte dies auch umgehend zu. »Wir unterstützen das Projekt gerne.« Zumal er auch einen Mehrwert für seine Mitglieder sieht. »Wir sind ja auch ein Naturschutzverein und sehen in dem Führer einen verstärkten Nutzen.« SB