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Mit Blues gegen den Regen

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Nick Woodland präsentierte auf der NUTS-Sommerbühne Blues, Rock und ein bisschen Ballade. (Foto: Ortner)

Nick Woodland, die britisch-bayerische Blues-Legende aus München, und die Band, die mit ihm auf der Sommerbühne der Traunsteiner Kulturfabrik NUTS steht – alles Berufsmusiker mit entsprechenden Ausfällen – hat es ganz schön gebeutelt, doch aufgeben ist keine Option. »Schön, wieder in Leipzig zu sein«, witzelt ein gut aufgelegter Nick Woodland also über die zahlreich erschienenen Zuhörer, die sich einen schmissigen Abend mit Rock- und Bluesmusik nicht entgehen lassen wollen – auch wenn der Himmel schon Regen ankündigt.


Doch das Risiko gehört dazu und ficht Klaus Reichardt (Keyboard, Pedal-Steel-Guitar), Tom Peschel (Bass) und Manfred Mildenberger am Schlagzeug ebensowenig an wie Nick Woodland und so legen sie pünktlich los.

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Es ist ein knackiges Set, überwiegend aus Eigenkompositionen. Blues, Rock, ein bisschen Ballade, ein bisschen Südstaatenflair und fast ein Reggae bilden den Querschnitt seiner reichhaltigen Diskografie. Besonders beeindruckt das großartige Zusammenspiel der Musiker sowie die ausgefeilten Soli, für die alle vier ausreichend Raum erhalten und die ein Fünf-Minuten-Lied zum überwältigenden und kurzweiligen Longtrack werden lassen.

Corona und die damit einhergehenden Umstände sind nicht immer nur ein Fluch, manchmal sind die tatsächlich auch eine Chance: NUTS-Chef Franz-Josef Fuchs steht sichtlich begeistert an der Theke und schwärmt: »Das ist doch ganz großes Tennis heute, oder? Ich habe immer schon davon geträumt, Nick Woodland einmal als Open Air zu veranstalten.« Von einer ganzen Reihe Anfragen für die kurze Sommersaison habe sich das Management (auch) für das Traunsteiner NUTS entschieden. Die anwesenden Fans danken es reichlich. Zum Titelsong der aktuellen Konzertreihe »Fallin' Rain« singt Woodland fatalistisch »nothing you can do« und schickt gleichzeitig eine Reihe wilder Grimassen und Augenblitze in den zunehmend von bedrohlichen schwarzen Wolken verdunkelten Abendhimmel. Es hilft tatsächlich für die nächsten Songs. Es bleibt beim zaghaften Tröpfeln. Und erst mit dem Verklingen der Zugabe, dem Speedrocker »Tailspin« setzt der Regen ein.

Maria Ortner