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Mit Crystal, Haftbefehl und ohne Führerschein: Chef wendet Gefängnis ab

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Joint
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Ein Mann raucht einen Joint. Foto: Daniel Karmann/Symbolbild Foto: dpa

Freilassing – Im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle am Dienstagabend in Freilassing staunten die Polizeibeamten nicht schlecht, als sie sahen, dass sich der Beifahrer gerade eben einen Joint anzündete.


Der 25-jährige Chemnitzer hatte es sich wohl schon "gemütlich" gemacht und dabei vollkommen die anstehende Polizeikontrolle übersehen. Der Joint wurde natürlich sofort sichergestellt und den jungen Mann erwartet nun eine Strafanzeige nach dem Betäubungsmittelrecht.

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Intensiver durften sich die Beamten jedoch mit dem Fahrer beschäftigen. Bei einer Durchsuchung des Fahrzeugs konnte eine Kleinmenge an Crystal bei dem 37-jährigen Fahrer, der ebenfalls aus Chemnitz stammt, festgestellt und beschlagnahmt werden.

Ein polizeilicher Datenabgleich ergab zudem, dass der Fahrer nicht berechtigt ist, ein Kraftfahrzeug in Deutschland zu führen. Da half ihm auch seine in Holland erworbene Fahrerlaubnis nichts und die zwei Männer wurden mit auf die Polizeiinspektion Freilassing genommen.

Auf der Dienststelle wurde ein Drogenschnelltest beim Fahrer durchgeführt, welcher auf Amphetamin und Marihuana positiv ausfiel, sodass dieser sich einer Blutentnahme im Freilassinger Krankenhaus unterziehen musste.

Eine polizeiliche Recherche im Hinblick auf den Fahrer ergab zudem, dass gegen ihn aktuell ein Haftbefehl besteht. Glück für den Chemnitzer, dass sein Chef diesen in der Nacht noch gegen Hinterlegung einer nicht geringen Geldsumme abwenden konnte, sodass sein Arbeiter nach erfolgter erkennungsdienstlicher Behandlung und Anzeigenaufnahme in den frühen Morgenstunden wieder entlassen werden und zur Arbeit gehen konnte.

Weitere Folgen wird dies aber dennoch für den Chemnitzer haben. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz und dem Straßenverkehrsgesetz.