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Mit dem letzten Aufgebot zum Sieg

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Der Torhüter der SG Schönau Christoph Maier klärt vor zwei Waldperlacher Spielern. (Foto: Wechslinger)

Der SV Waldperlach trat im Alpenstadion an, um zu punkten. Denn in der Saisonvorschau gaben die Münchner an 40 Punkte holen zu wollen und damit mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Dieses Vorhaben werden die Waldperlacher wohl neu definieren müssen.


Denn gegen die SG Schönau hatte der Münchner Vorstadtverein wenige echte Chancen. Schönau gewann mit 2:0. Obwohl sieben Spieler fehlten. »Ich ziehe den Hut vor diesem letzten Aufgebot, das uns diesen eminent wichtigen Sieg beschert hat«, so lautete das Fazit von Trainer Thomas Meißner.

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100 Zuschauer sahen auf dem Kunstrasenplatz ein spannendes Match. Die besseren Chancen hatten dabei die Schönauer. So kam Mittelstürmer Matthias Althaus, der Rade Kocic ersetzt hat, in der 18. Minute zu einer ersten großen Möglichkeit, die er jedoch nicht ins Ziel brachte. Wenig später hatte der aufgerückte Aussendecker Jonas Rolf die Chance zum Führungstreffer, doch auch er vergab.

Aber da war in den Schönauer Reihen ja noch Kunstschütze Stefan Weinbuch, der in der 32. Minute aus 25 Meter einen seiner gefährlichen Scharfschüsse losließ und dabei Torwart Marius Ziguris auf dem falschen Fuß erwischt hat. Der Ball titschte auf dem regennassen Kunstrasen auf. Ziguris rutschte der Ball durch die Hände und senkte sich über den chancenlosen Schlussmann zum Schönauer Führungstreffer in die Maschen. Wutentbrannt haute der Torwart daraufhin auf den Kunstrasen.

Waldperlach versuchte in der Folge zurück ins Spiel zu kommen und griff vehement an, ohne jedoch gefährlich zu werden. Die Schönauer Abwehr stand nämlich sehr gut, vor allem Lukas Laue und Daniel Widl zeigten wieder eine Topleistung. Und dahinter wachte auch noch Schönaus Schlussmann Christoph Maier, der ebenfalls einen guten Tag erwischt hatte und seinen Kasten sauber hielt. So ging es mit der knappen Schönauer Führung in die Pause.

Auch im zweiten Abschnitt spielten die beiden Teams auf Augenhöhe. Bei einem Freistoß von Weinbuch in der 56. Minute zeichnete sich der Waldperlacher Torhüter mit einer Glanzparade aus. Nachdem sich wenig später Luka Moric verletzt hatte, kam Simon Renoth ins Spiel, der seine Aufgabe gut löste. Das Spiel stand Mitte der zweiten Halbzeit auf des Messers Schneide. Die Münchener Vorstädter rannten vehement an, kamen jedoch nie zum Abschluss, weil die Schönauer immer ein Bein dazwischen brachten. Schönau blieb durch Konter gefährlich.

Sebastian Wessels, der grippegeschwächt war, vergab in der 70. Minute eine gute Chance. Und so war es in der 72. Minute wieder einmal Weinbuch, der für die Vorentscheidung sorgte. Neuerlich zirkelte Weinbuch einen Freistoß aus halbrechter Position 20 Meter vor dem Tor zum 2:0 in die Maschen. Doch noch war das Match nicht gewonnen, denn in der 84. Minute sah Jonas Rolf nach einem taktischen Foulspiel die Gelbe Karte. Schönau musste nun die Schlussphase mit einem Akteur weniger bestehen.

Mit letztem Einsatz hielt die Meißner-Elf den Vorsprung und holte damit im achten Spiel den zweiten Sieg, der die Mannschaft auf einen Relegationsplatz brachte. »Wir haben jetzt wieder Tuchfühlung auf einen Nichtabstiegsplatz und müssen eine Mannschaft aufbauen, die weitere Punkte im Abstiegskampf holen kann«, so Trainer Thomas Meißner nach dem wichtigen Sieg.

SG Schönau: Christoph Maier; Sebastian Pfnür, Lukas Laue, Daniel Widl, Jonas Rolf, Stefan Weinbuch, Anton Hölzl, Markus Lochner (36. Christian Thurner), Luka Moric (61. Simon Renoth), Matthias Althaus (71. Georg Biberger), Sebastian Wessels. Christian Wechslinger

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