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Mit der Natur im Einklang garteln

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Vorsitzende Elvira Kraller (rechts) und Bürgermeister Karl Lanzinger (links) ehrten (von links) Franz Fallwickl, Maria Gruber, Martina Rudholzer sen., Maria Unterreiner (sitzend), Elfriede Schmid, Rosalind Häusl, Agnes Dengel und Gisela Stadler.

Petting – »Was Opa noch wusste, alte Gartenweisheiten neu entdeckt« hieß der Vortrag, den Alois Schrögmeier aus Dingolfing-Landau bei der Herbstversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Petting hielt. In ihrem Rückblick auf das abgelaufene Gartenjahr erinnerte Vorsitzende Elvira Kraller an die Jahreshauptversammlung und Ausflüge zu Rita Dirnberger und dem Palmengarten in Altötting.


Gartenbegehungen führten zu Brigitte Fritzenwenger in Helming, Hedwig Kraller in Grabenstätt und in Gitta Mayers Rosengarten in Wiedenreuth. Am Ferienprogramm nahmen 30 Kinder teil und bastelten Nisthilfen für Insekten und Wildbienen. Zusammen mit dem Gartenbauverein Lampoding gab es noch Ausflüge nach Hallbergmoos, zu den kleinen Obstbäumen und nach Sickershofen zur Kürbisausstellung.

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Schrögmeier meinte dann, unsere Vorfahren hätten ihre Gärten viel mehr in Einklang mit der Natur gebracht, als wir heute. Sie hätten sehr genau beobachtet, wann bestimmte Vorgänge stattfanden und sich danach gerichtet. So habe das Blühen der Palmkätzchen den Anstoß für den Beginn der Aussaat von Rettich, Radieschen, Spinat und Möhren gegeben. Alte Bauernweisheiten deuteten auch die richtigen Zeitpunkte für bestimmte Tätigkeiten an.

Auch dem Saatgut selbst sei viel Fürsorge zuteil geworden. So sei empfindliches Saatgut in kaltem Kamillentee gebadet und sofort ausgesät worden, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Das Saatgut sei ohnehin meist aus eigener Erzeugung gekommen. Heute machten »F1-Hybriden« einen Nachbau aus den Samen unmöglich. Eine Ausnahme davon sei bei Tomaten, die Sorte »Primavera«, eine der etwa 3500 Sorten, die an der Uni Göttingen versuchsweise angebaut wurden.

Früher seien auch andere Faktoren in den Gartenbau mit einbezogen worden – für Bienen attraktive Pflanzen, Vögel im Garten, um Schädlinge zu bekämpfen. Selbst produzierter Kompost tue es auch. Bei Knollenbegonien könne Fäulnis vorgebeugt werden, indem große Knollen halbiert und die Schnittflächen mit Holzkohle eingerieben würden. Statt Pestiziden setzten Leute früher auf Waldmeister und Kumarin. Selbst für Dinge, die heute allgemein akzeptiert würden, gebe es alte Gartenregeln, etwa: »Traue nicht dem Ort, an dem kein Unkraut wächst«.

Bürgermeister Karl Lanzinger lobte die Gartler für den Blumenschmuck an Verkehrsinseln und anderen Plätzen. Vereine wie dieser brächten Leute zusammen und förderten damit den sozialen Aspekt in der Gemeinde. Dazu brauche man aber eine gute Vorstandschaft, die genug Charakter und Zuverlässigkeit habe, dies zu bewerkstelligen.

Für 25-jährige Mitgliedschaft ehrten Kraller und Lanzinger dann Karin Breinbauer, Rosalinde Häusl und Gisela Stadler und überreichten ihnen Blumen, Urkunden und Medaillen. Für 40-jährige Zugehörigkeit erhielten Erhard Dausch, Agnes Dengel, Franz Fallwickl, Martina Rudholzer und Elfriede Schmid ebensolche Auszeichnungen. Für 50 Jahre erhielten Maria Frumm, Anton Gruber, vertreten durch seine Frau Anneliese, Rudi Tiefenböck und Maria Unterreiner Blumen, Urkunden und Medaillen.

Danach gab die Vorsitzende noch Termine bekannt, wie den Ausflug zum Weihnachtsmarkt Passau am 11. Dezember und die Jahreshauptversammlung des Vereins mit Neuwahlen am 7. März beim Unterwirt in Petting. al