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Mit feinem Pinselstrich durch den Chiemgau

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Das »Ramsperger Häusl« im Fuchsengasserl gibt es nicht mehr, Sepp Hartmann hat es in seinem Bild für die Nachwelt festgehalten. (Foto: Ortner)

Gabi Regele, Sepp Hartmann und Klaus Spatzl zeigen noch bis zum Sonntag ihre vielseitigen Bilder unterschiedlichster Techniken im Chieminger »Haus des Gastes«. Bereits die Vernissage der nunmehr fünften Gemeinschaftsausstellung des Trios erfreute sich regen Zuspruchs und großes Interesses.


Bürgermeister Benno Graf freute sich über die erneute gelungene Zusammenarbeit mit den drei einheimischen Malern, die zudem auch alle Mitglieder der Chiemgau-Palette sind. »Wir sind stolz darauf, dass in einer Gemeinde gleich drei aktive Künstler leben und arbeiten, die mit ihren verschiedenen Techniken und Vorlieben außerdem so wunderbar harmonieren.«

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Gabi Regeles Aquarelle sind bekannt und hochgeschätzt für die leuchtenden, jedoch niemals aufdringlichen Farben, mit denen sie Stimmungen und Situationen des Alltags einfängt. Mit feinem Pinselstrich erfasst sie unter anderem zarte Blumen- und Früchte-Stillleben, eindrucksvolle Lichtstimmungen über dem Chiemsee, und zieht in kleinen Szenen den geografischen Bogen über Regensburg bis zum Höglwörther See. Sepp Hartmann arbeitet überwiegend mit Pastellkreide und Ölfarben, lässt aber auch Raum für Aquarelle. In kräftigen Grüntönen zeigt er die landschaftliche Vielfalt des Chiemgaus mit seinen Bergen, Seen, Wiesen, Almen und Wäldern sowie Licht-Schatten-Stimmungen unter Bäumen. Besonders angetan haben es ihm auch alte Bauernhäuser mit ihrer Blütenpracht und heute nicht mehr existente Gebäude wie das »Ramsperger Häusl« im Fuchsengasserl.

Klaus Spatzls Vorliebe gilt der intensiven Wirkung von Öl- und Acrylfarben, mit denen er den Chiemgau und zahlreiche Chiemseebuchten quer durch die Jahreszeiten erforscht. Auf den Wellen schaukelnde Segelboote, weitläufige Schilfgürtel im Sonnenuntergang, tiefe Schneeverwehungen, in denen nur ein einsames Schneezeichen den Weg weist, finden hier ebenso Platz wie feingliedrige Akte und experimentelle Arbeiten.

Als besonders anziehendes und vielseitiges Motiv erweist sich einmal mehr der Campanile der Fraueninsel, der je nach Licht, Schatten, Jahreszeit, Blickwinkel, Wetter und Maltechnik unzählige reizvolle Ansichten bietet. Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Jeweils ein Künstler ist täglich persönlich anwesend. Maria Ortner

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