Mit guten Ergebnissen abgeschlossen

Außerhalb regelmäßig stattfindender Übungsschießen im Rahmen von bis zu 30 Teilnehmenden in Unken wird seit 2000 meist für August oder September des Jahres in Jagdzeitungen und verschiedenen Internetauftritten zu einem Schießen speziell für die Bergjagdweiterbildung aufgerufen. Seit dem Jahre 2004 gibt es dabei den besonderen Anreiz, selbst für eine anspruchsvolle Bergjagdnadel zu üben. Um eine dieser Nadeln in einer der vier möglichen Stufen in grünem, Bronze-, Silber- oder Goldkranz zu erringen, kommen viele aus verschiedenen Regionen Bayerns, aber auch anderen deutschen und österreichischen Bundesländern vor der Herbst- oder Winterjagd zusammen.

Der Gedankenaustausch, auch der Ausbau der Kontakte, zwischen den Weitangereisten und den regionalen Jägerinnen und Jägern vor Ort, kommen dabei nicht zu kurz.

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Die Abschusserfüllung speziell beim Schalenwild, ist bekanntlich eine anspruchsvolle Aufgabe, die überall, besonders aber in den Mittelgebirgen und im Alpenraum, ein sehr gewissenhaftes Üben für eine tierschutzgerechte Jagdausübung verlangt.

Die Initiative zum Üben um die Bergjagdnadel auf dem Schießstand in Unken geht von der jagdlichen Studentenverbindung Jagd-Corps Artemis in München aus. Es ist gelungen, sowohl jagdliche Verbandsstrukturen einzubinden als auch völlige Individualisten zu gemeinsamem Üben zusammenzubringen. Nur gemeinsames Handeln stärkt und sichert die Fähigkeiten zur kompetenten tierschutzgerechten Jagdausübung. »Dem Unkener Schützen- und Jägerverein kann man für diesen praxisförderlichen Stand nur große Anerkennung zollen«, so Initiator Gerhard Schröter aus Bad Reichenhall.

Er sprach dem BJV-Kreisvorsitzenden Hans Niederberger seinen Respekt aus, dass auch seine Jägerinnen und Jäger zahlreich gekommen waren, die Schießeinladung durch Ralf Kotthaus auch auf der Homepage der Kreisgruppe Berchtesgadener Land »jaeger-bgl.de« gut informiert hatte und der Schießobmann Tobias Berger tatkräftig bei der Schießorganisation mitgewirkt hatte.

Man verfüge über eine gute und inzwischen sehr erfahrene Organisationsmannschaft, die mit den Unkener Jägern zusammen einen reibungslosen Ablauf gestalten kann.

Den teilnehmenden Jägerinnen und Jägern bescheinigte Schröter auch heuer wieder einen hohen Sicherheitsstandard und eine gute, teils außerordentliche Treffsicherheit, darin schließe er auch die Traunsteiner und die Auswärtigen mit ein. Allein 16 Teilnehmende haben in diesem Jahr eine Bergjagdnadel in Gold errungen.

Die Leistungen waren durchwegs gut. Schmunzeln müsse er immer wenn Norddeutsche auf der Gamsscheibe vergeblich Ringe suchen, denn bei der Gamsorganscheibe Pirsch wird mit einer Trefferablesefolie gearbeitet, das kommt als sehr sinnvoll, weil praxisnah, gut an.

Auch von der regionalen Gastronomie wieder sehr angetan, verabschiedeten sich die Heimreisenden vom Oberschützenmeister Hubert Leitinger mit einem herzlichen »Wir kommen wieder«.