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Mit Handy am Steuer: Autofahrer nimmt Polizei die Vorfahrt – Kein Führerschein für den mitgeführten Anhänger

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Handy am Steuer
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Foto: Monika Skolimowska/Symbolbild

Burgkirchen an der Alz – Eine Polizeistreife der Verkehrspolizei Traunstein war am gestrigen Dienstag in Burgkirchen an der Alz auf Streifenfahrt unterwegs. Ein Kleintransporter mit Anhänger bog aus einer Grundstücksausfahrt auf die Fahrbahn ab und nahm der uniformierten Polizeistreife dabei die Vorfahrt. Es war deutlich zu erkennen, dass der Fahrer sein Handy in der Hand hielt und nicht auf den Verkehr achtete. Bei einer anschließenden Kontrolle wurde außerdem deutlich, dass der Führerschein des 34-Jährigen nicht für sein Fahrzeuggespann ausreichend war.


Der Mann war so vertieft in sein Mobiltelefon, dass er den uniformierten VW-Bus der Polizei erst bemerkte, als dieser neben ihm fuhr. Bei der anschließenden Kontrolle zeigte der 34-jährige Fahrer seinen Führerschein der Klasse B (Pkw) vor. Dieser war offensichtlich nicht ausreichend für das Fahrzeuggespann, bestehend aus einem Kleintransporter und einem Zweiachsanhänger. Die beiden Fahrzeuge hatten jeweils ein zulässiges Gesamtgewicht von 3.500 Kilo. Der Anhänger war mit einem Kleinbagger beladen. Der Fahrer hätte jedoch die Fahrerlaubnis Klasse BE (Pkw mit Anhänger) benötigt.

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Da die Weiterfahrt durch die Streifenbesatzung unterbunden wurde, kontaktierte der Fahrer seinen Chef und zugleich Halter des Kleintransporters. Dieser hatte den Fahrer zum Abholen des Anhängers losgeschickt. Sowohl der Fahrer als auch der Halter wurden wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis beziehungsweise Ermächtigens zum Fahren ohne Fahrerlaubnis angezeigt. Die Staatsanwaltschaft entscheidet über den weiteren Verfahrensverlauf. Grundsätzlich hat der Fahrzeughalter sich davon zu überzeugen, dass die Person an welche er sein Fahrzeug verleiht, auch im Besitz einer entsprechenden Fahrerlaubnis ist.

fb/red


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