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Mit »Heimvorteil« zum Erfolg

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Inzwischen in Ising mit Heimvorteil am Start: Elisabeth Meyer. (Foto: Hohler)

Sie sorgten bei den drei bisherigen Springturnieren auf Gut Ising mit für die besten Leistungen: Elisabeth Meyer (RA SV Leingarten), Tina Deuerer (RV Eppelheim) und Wolfgang Puschak (RV Augsburg West). Am erfolgreichsten beim dritten Turnier war dabei Meyer: Sie holte sich zwei Siege in zwei S*-Springen, beim Großen Preis – einem S*-Springen mit Stechen – kam sie als Dritte ebenfalls aufs Podest.


Dort war sie – ebenso wie in einigen anderen Wettbewerben – gleich mit mehreren Pferden fehlerfrei geblieben. Doch nicht nur sportlich war sie »super zufrieden«. »Wir haben hier gute Bedingungen und sind froh, dass wir überhaupt was machen können«, lobt sie die Organisatoren. Auch wenn diese an den ersten Wettkampftagen »etwas mehr Glück mit dem Wetter« verdient gehabt hätten. »Doch es war trotzdem überraschend, wie gut der Boden war.« Meyer hatte als Fünfjährige mit dem Voltigieren begonnen, mit acht Jahren ging's mit dem Springreiten los. Nach dem Abitur ging's nach Leingarten (Landkreis Heilbronn), weil der Baden-Württemberger Landestrainer Jürgen Kurz ihr dort eine Ausbildungsstelle gab.

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Inzwischen hat die gebürtige Thüringerin in Ising »Heimvorteil«: Sie arbeitet im Turnierstall von Dietmar Gugler in Ising und wohnt nun auch seit zwei Jahren im Chiemgau. Was auch deshalb ein Vorteil ist, weil sie beim Turnier fast alle von ihr betreuten rund 15 Pferde auch im Wettkampf reiten konnte. »Und davon in jedem Springen mindestens drei«, lacht sie. Und weiß: »Da bin ich am Sonntagabend nach dem Turnier schon müde.«

In der Corona-Pause konnten die Reiter zwar trotzdem gut trainieren, »aber gerade die jüngeren Pferde kommen doch aus der Turnier-Routine raus. Den älteren macht das kaum etwas aus.« Ihre sportlichen Ziele seien heuer schwer abzuschätzen, auch wenn sie sich wünscht, »ein paar mehr gute internationale Turniere machen zu können.«

Heimisch fühlt sich auf Gut Ising auch Tina Deuerer. »Ich bin gerne hier, und das ist eines der wenigen Turniere, wo ich auch mal im Hotel den Wellnessbereich nutze. Es ist einfach sehr familiär hier, das macht Ising aus.« Und: »Alle Reiter sind extrem glücklich, dass sich hier etwas tut. Die Anlage mit der Halle und den vielen Plätzen bietet auch genügend Raum, um ausweichen zu können«, lobt sie.

Trotzdem geht sie natürlich mit großem Ehrgeiz an den Start. Denn klar ist für die Ehefrau des ebenfalls als Springreiter erfolgreichen Hans-Jürgen Deuerer auch: »Ich möchte etwas erreichen. Ich bin nicht dafür da, um nur dabei zu sein.« Und daher ist ihr großes Ziel auch eine gute Leistung bei den Deutschen Meisterschaften, die heuer in Balve (vom 17. bis 20. September) ausgetragen werden sollen.

Nach Ising, wo ihr das »unglaublich gut gemischte Feld von Youngstern bis Profis« gefällt, reiste sie mit zwölf Pferden an. »Da braucht man ein gutes Team, insgesamt sind wir mit sieben Leuten da.«

Und von ihren Pferden, die sie dabei hat, bildet sie besonders mit dem elfjährigen Clueso »ein eingespieltes Team«. Außerdem »habe ich zwei tolle achtjährige Stuten« – nämlich Eloise und Haddou.

Wolfgang Puschak kommt ebenfalls gerne nach Ising. »Ja, hier ist es traumhaft schön – aber mit mehr Fans wäre es natürlich noch schöner«, bedauert er. Sein Vater habe schon »seit gut 50 Jahren« einen Turnierstall, lacht Puschak. Bis er etwa 16 Jahre alt war, beschränkte er sich auf Springen bis zur Klasse M. Doch als ein Angestellter seines Vaters ihn als Trainer betreute, ging es für den mittlerweile 29-Jährigen auch in die höheren Klassen. »Trotzdem bin ich eigentlich Amateur. Ich arbeite in der Projektentwicklung (Bauträger) in der Firma mit meinem Bruder«, betont er. So beginnt für ihn frühmorgens die Arbeit und dauert bis etwa 14 Uhr, danach wird mit den Pferden trainiert. Auch für ihn ist der Reitsport Teamsache, »und ich habe zwei sehr gute Pfleger, auf die kann ich mich super verlassen.«

Sein allgemeines Ziel sei es, trotz der Corona-Beschränkungen »mein sportliches Niveau aus dem Vorjahr (da ging's bis zur Weltcup-Teilnahme in Polen) wieder zu erreichen. Aber das ist stark von den Pferden abhängig«, weiß er. Schließlich hatte er im Vorjahr noch drei Toppferde, »inzwischen ist davon eines verkauft und eines verletzt.« Das dritte aber machte auch in Ising wieder seinem Namen alle Ehre: »Number One« ... who