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»Mit Herz und Hirn für Grassau«

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Johann Albert Genghammer

Grassau. Johann Albert Genghammer (45) ist verheiratet und hat vier Kinder. Der Hauptschullehrer tritt gegen Bürgermeister Rudi Jantke an. Er wurde von den Freien Wählern als Bürgermeisterkandidat vorgeschlagen.


Warum wollen Sie Bürgermeister von Grassau werden?

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Viele Entscheidungen, die in Grassau getroffen wurden, kann ich als Gemeindebürger so nicht nachvollziehen. Die Tatsache, einen Sitzungssaal für 470 000 Euro in ein schon bestehendes Dachgeschoß zu bauen und über eine Vermietung als Seminarraum refinanzieren zu wollen, erscheint mir mindestens genauso fragwürdig wie die Vorgehensweise der Gemeinde bei der Ortskernsanierung in Mietenkam. Aber kritisieren und dagegen sein ist einfach nicht gerechtfertigt, wenn man nicht auf der anderen Seite bereit ist, sich politisch zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen. Es widerspricht meinem Demokratieverständnis, keine Wahl zu haben und deshalb bin ich bereit, getreu unserem Motto »mit Herz und Hirn für Grassau« da zu sein!

Welches Problem in Grassau wollen Sie als erstes angehen, wenn Sie zum Bürgermeister gewählt werden?

Natürlich sind alle von der Freien Wählerschaft Grassau beschlossenen Ziele auch meine Ziele für die Gemeindepolitik. Vorrangig liegt es mir am Herzen eine aktive Bürgermitbestimmung zu schaffen, einen verantwortungsvollen und transparenten Umgang mit den Gemeindefinanzen zu gewährleisten und Grassau gemeinsam kinder-, familien- und seniorengerecht zu gestalten. Gut informierte Bürger setzen sich intensiv mit politischen Sachfragen auseinander, sind beim Entscheidungsprozess aktiv beteiligt und schlussendlich nicht frustriert über Entscheidungen von »denen da oben«.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Gemeinde?

Grassau ist meine Heimat, hier bin ich geboren und hier möchte ich leben. Ich genieße die Stimmung am Michaelimarkt, wenn sich ganz Grassau trifft, ratscht, lacht, feiert, den Tag und das Leben genießt. Dann habe ich das Gefühl, wir sind alle eins.

Wie würde Sie ein sehr guter Freund/Ihre Frau beschreiben?

Er ist einer für alle, die einen demokratischen Robin Hood wollen, der nach dem idealistischen Grundsatz der Musketiere und im Einklang mit der christlichen Sozialethik lebt! Gerechtigkeit und Ehrlichkeit sind ihm genauso wichtig wie Solidarität und Subsidiarität!

Welche starken Eigenschaften haben Sie? Wo liegen Ihre Schwächen?

Es gehört bestimmt nicht zu meinen Stärken, über meine starken Eigenschaften zu philosophieren. Aber nicht ganz so böse Zungen behaupten, ich sei zielstrebig, gewissenhaft, humorvoll, selbstironisch, ehrlich und echt, könne organisieren, planen und kalkulieren, hätte keine Probleme mit kontroversen Diskussionen und wäre bestrebt, stets das Beste aus einer Situation zu machen. Schwächen habe ich in erster Linie für meine Frau, meine Familie und auch wenn es Stimmen kosten sollte für den FC Bayern München.

Die Ortskernsanierung in Mietenkam ist nicht unumstritten. Wird nachgebessert, wenn Sie Bürgermeister werden?

Eine direkte Partizipation möglichst vieler Bürger an zukunftsweisenden Entscheidungen sollte das Ziel sein, damit nicht über Bürger, sondern von und mit Bürgern entschieden wird. Genau das ist hier nicht geschehen, obwohl die Mietenkamer bereit dazu gewesen wären. Sie wollten gefragt werden, mitwirken und mitentscheiden, wurden aber ignoriert. So stelle ich mir »Grassau gemeinsam gestalten« eben nicht vor. Dennoch sollte man ein Projekt fairerweise erst in vollendetem Zustand abschließend beurteilen und bewerten.