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Mit Kamera-Türmen gegen Waldbrände kämpfen

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Mit Kamera-Türmen gegen Waldbrände kämpfen
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In einigen Bundesländern hat der Wald schon gebrannt. Das liegt daran, dass das Wetter oft heiß und trocken ist. Foto: Johannes Krey/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa

Früher gab es hohe Türme, auf denen die Menschen mit Ferngläsern Ausschau nach Waldbränden hielten. Heute bekommen sie technische Hilfe. Und das ist gut so, denn es gibt viel zu tun: Die Brandgefahr ist gerade hoch.


Rauch steigt in die Luft. Orange-rote Flammen sind zu sehen. In mehreren Bundesländern hat in den vergangenen Tagen der Wald gebrannt. Denn in den letzten Wochen hat es wenig geregnet. Der Boden und die Pflanzen in den Wäldern sind gerade besonders trocken. Außerdem ist es fast überall heiß.

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Der Funke eines Lagerfeuers oder eines Grills reicht deshalb aus, um einen Waldbrand auszulösen, erklärt der Wald-Experte Mathias Aßmann aus dem Bundesland Niedersachsen. Deshalb sollte man im Wald kein Feuer machen. Auch glühende Zigaretten sind eine Gefahr. Genauso wie Autos, die zum Beispiel am Auspuff heiß sind und dann auf trockenem Gras abgestellt werden. Mathias Aßmann und seine Kollegen erklären den Leuten deshalb, wie man sich im Wald richtig verhält.

Außerdem helfen den Fachleuten Kameras, damit aus einem kleinen Feuer kein größerer Brand wird. »In besonders trockenen Gegenden haben wir 20 Kamera-Türme aufgestellt«, erklärt Mathias Aßmann. Die Kameras drehen sich um sich selbst und beobachten den Horizont. »Die Kamera kann viele verschiedene Grautöne unterscheiden«, sagt Mathias Aßmann. »Ist eine Stelle plötzlich dunkler als der Rest des Himmels, kann das ein Zeichen für Rauch sein.«

Dann sendet die Kamera Bilder an die Waldbrandzentrale. Dort sitzen zum Beispiel Förster, die sich das Bild schnell anschauen können. Sie vergleichen es dann mit den Bildern einer zweiten Kamera. So können die Experten genau sagen, wo es brennt und die Feuerwehr zum richtigen Ort schicken. Solche Kameras stehen auch in anderen Bundesländern, etwa in Brandenburg und Sachsen.

Rechnen die Experten damit, dass in einem Gebiet ein Feuer ausbrechen könnte, gibt es außerdem den Feuerwehr-Flugdienst. Fachleute fliegen mit einem Flugzeug über einen Wald und beobachten das Gebiet. Das alles soll helfen, damit die Feuerwehr schnell eingreifen kann.

Waldbrand-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes