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Toni Palzer gewinnt Sprint auf die Sprungschanze in Bischofshofen

Mit neuem Rekord zum Sieg

Der Ramsauer Skibergsteiger Toni Palzer siegte beim »Red Bull 400« auf die Großschanze in Bischofshofen und unterbot den alten Streckenrekord um acht Sekunden. (Foto: privat)

1 500 Teilnehmer aus 29 Nationen gingen am Wochenende beim »Red Bull 400« an den Start. Dabei zeigte der Ramsauer Toni Palzer wieder einmal eine starke Leistung.


1 500 Teilnehmer aus 29 Nationen gingen am Wochenende beim »Red Bull 400« an den Start, um die Paul-Außerleitner-Sprungschanze in Bischofshofen mit 400 Metern Länge und einen Höhenunterschied von 140 Metern möglichst schnell zu erklimmen.

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Als Palzer im vergangenen Jahr erstmals bei der Weltmeisterschaft im Sprungschanzenlauf antrat, lief er auf Anhieb zum Vizemeistertitel. Am Wochenende holte er sich überlegen den Sieg in Bischofshofen, wo er allen anderen davongelaufen ist. Bereits nach 200 Metern lag er im Finale der 64 Besten aus den Vorläufen klar voran. Am Ende zeigte die Uhr für Toni Palzer 3:08 Minuten.

Das war um gut acht Sekunden schneller als der alte Rekord des Slowaken Tomas Celko, der in 3:22 Minuten Dritter wurde. Eine besondere Freude war es dem Ramsauer, den amtierenden Weltmeister im Schanzenlauf, Ahmet Arslan, zu besiegen, der bei der WM in Neustadt noch knapp vor ihm gelegen hatte. Der Türke musste sich dieses Mal in 3:38 Minuten mit dem sechsten Platz zufriedengeben. Eine Klasseleistung zeigte auch Ex-Weltklasseskispringer Andreas Goldberger. Der Mondseer lief in 4:17 an die 26. Stelle.

Die Läufer gingen vor 3 000 Zuschauern an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. »Ich hab mich in der Qualifikation nicht so wohlgefühlt. Aber im Finale lief es dann umso besser und ich hatte vom Start weg ein gutes Gefühl. Mein Vater war für einen Überraschungsbesuch hier, was mich sehr gefreut und angespornt hat. Außerdem hat mich das Publikum nach vorne gepeitscht und mir das Selbstvertrauen gegeben, das ich brauchte, um hier gewinnen zu können.

Am Ende bei so einem Event zu siegen und Streckenrekord zu laufen macht mich glücklich und ich bin nächstes Jahr sicher wieder mit dabei«, erklärte Toni Palzer nach seinem Sieg. Derzeit befindet er sich in der Vorbereitung auf den am 9. September stattfindenden »Red Bull Dolomitenmann« in Lienz, den einst der österreichische Spitzenabfahrer Werner Grissmann erfunden hat. Palzer hofft dort mit seinem Team »Red Bull« den Titel zu verteidigen. cw