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Mit neuen Impulsen in die Triathlon-Saison

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Die Vorbereitung für die neue Saison ist in vollem Gange: Der Überseer Profi-Triathlet Julian Erhardt bereitet sich aktuell akribisch auf die ersten Rennen in diesem Jahr vor.

Julian Erhardt befindet sich bereits mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison – und der Triathlon-Profi aus Übersee hat sich auch für 2020 ehrgeizige Ziele gesetzt. Mit einem neuen Trainer an seiner Seite will der 28-Jährige auch in diesem Jahr bei verschiedenen Rennen wieder für Furore sorgen und nach Möglichkeit auch beim Rhein-Neckar-Cup seinen Titel erneut verteidigen.


Die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison legt Julian Erhardt aktuell gerade meist in wärmeren Gefilden. Anfang Januar war er bereits im Trainingslager in Spanien. Demnächst geht es dann für vier Wochen nach Girona, in der spanischen Stadt in Katalonien hält sich übrigens auch Hawaii-Sieger Jan Frodeno fit. Aktuell ist der Ort aber gerade von massiven Unwettern betroffen. Erhardt hofft, dass sich die Wetter-Situation dort aber bis zu seiner Anreise bessert. Denn in Girona wolle er dann weiter die Grundlagen – vor allem auf dem Rad – für eine gute Saison sammeln, betont er im Gespräch mit unserer Sportredaktion.

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Und: Eventuell steigt Erhardt diesmal auch früher in die Rennsaison ein als in den vergangenen Jahren. Denn mit der Challenge Salou – einem Mitteldistanz-Rennen eben in Spanien – gäbe es dafür am 29. März die passende Option. Doch diese Entscheidung wird Julian Erhardt in enger Abstimmung mit seinem neuen Trainer erst noch treffen.

Mit Björn Geesmann, der übrigens auch Patrick Lange coacht, arbeitet der Überseer seit einiger Zeit bereits erfolgreich zusammen. Bei der Firma von Geesmann absolviert Erhardt seit längerem auch seine Leistungsdiagnostiken, die ja Auskunft über den aktuellen Gesundheitszustand, die Belastbarkeit und den Leistungsstand eines Sportlers geben.

»Meine Werte haben Björn so gut gefallen, dass er mich gefragt hat, ob er mich auf meinem Weg begleiten darf«, erzählt der Sportler. Erhardt, der ja Sportwissenschaften studiert hat und im Besitz der Triathlon-B-Trainer-Lizenz Leistungssport ist, coachte sich zuletzt selbst. Er stimmte dem Angebot von Geesmann dann zu. »Die Philosophie von Björn hat mich überzeugt«, sagt er und ergänzt: »Das Gesamtkonzept hat einfach super gepasst.« Es sei nun spannend zu sehen, wie sich die Zusammenarbeit auf die Ergebnisse auswirke, betont Erhardt.

Übrigens ist es auch nicht ausgeschlossen, dass Julian Erhardt demnächst auch mit einem weiteren prominenten Trainingspartner – bisher trainiert er ja viel mit Frederic Funk – seine Runden drehen könnte: Denn Geesmanns Schützling Patrick Lange wohnt ja seit einiger Zeit in Salzburg – also nicht weit weg von Erhardt. »Es ist also nicht unrealistisch, dass wir auch mal zusammen trainieren werden«, erzählt Erhardt. Aktuell ist das aber noch nicht der Fall. Bei der Challenge Salou könnte es aber sein, dass beide Triathlon-Profis gemeinsam an der Startlinie stehen werden. »Dann sehen wir, ob die Chemie stimmt«, sagt der Überseer.

Größtenteils steht Erhardts Wettkampfplan für das Jahr übrigens schon. Sein Hauptaugenmerk wird dabei auch in diesem Jahr auf der Mitteldistanz liegen. »Die Langdistanz kommt wohl erst übernächste Saison auf den Tisch«, sagt der Athlet, der auch in dieser Saison wieder für Triathlon Grassau starten wird. Ob er für Triathlon Witten mit einem Zweitstartrecht auch wieder in der Bundesliga aktiv sein wird, weiß Erhardt noch nicht. »Aber ich denke, dass das heuer eher nicht der Fall sein wird.«

Nach seinem Aufenthalt in Spanien geht es für ihn zunächst um Ostern noch ins Trainingslager nach Italien, um dann bei der Challenge Riccione am 10. Mai topfit zu sein. 2019 wurde Erhardt bei diesem Mitteldistanz-Rennen Siebter. Ein ähnlich gutes Ergebnis erhofft er sich auch für dieses Jahr.

Danach geht es Schlag auf Schlag weiter. Erhardt startet in diesem Jahr nämlich auch bei der Challenge St. Pölten am 24. Mai, ehe am 31. Mai die Challenge Samorin, auch »The Championship« genannt, auf dem Programm steht. Letztere ist ja die offizielle WM der Challenge-Wettkampfserie und für die hat sich Erhardt aufgrund seiner guten Ergebnisse 2019 qualifiziert.

Aber auch einen der renommiertesten Triathlon-Cups in Deutschland hat Julian Erhardt wieder auf dem Schirm: Zweimal in Folge hatte er zuletzt ja die Gesamtwertung des Rhein-Neckar-Cups gewonnen, der dritte Streich soll in diesem Jahr folgen. »Das ist schon so ein Ziel«, sagt er, »es wäre cool, wenn das klappen würde.«

Ein Höhepunkt ist der Eberl-Chiemsee-Triathlon

Einen der Höhepunkte in seinem Rennkalender wird freilich auch der Eberl-Chiemsee-Triathlon am 28. Juni sein. Dort wird er wieder auf die Mitteldistanz gehen – und seine Zielsetzung für dieses Rennen kommt wie aus der Pistole geschossen: Er möchte erneut aufs Podest. »Es wäre natürlich auch einmal super-cool, wenn ich mein Heimrennen gewinnen könnte.« Dazu müsse er aber in Top-Form sein, ergänzt der Profi, denn die Konkurrenz am Chiemsee ist bekanntlich groß.

Für die zweite Jahreshälfte hat Erhardt auch schon ein paar Ziele anvisiert. Er möchte etwa wieder im französischen Gerardmer und bei der Challenge Davos starten – und hofft dabei auf mehr Glück als im vergangenen Jahr. Denn bei beiden Rennen hatte er viel Pech und kam nicht ins Ziel. Doch Schwamm drüber. Julian Erhardt weiß: »Die Form war ja da.« Und diese Saison soll's nicht nur dort für ihn erfolgreich werden! SB