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Mit Spitzenspiel weg vom Abstiegsplatz

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Die Torschützen der SG Schönau: Spielführer Toni Hölzl (l.), Rade Kocic (3.v.l.) und Stefan Weinbuch (r.) freuten sich mit Rudi Lorenz, der als »Medizinmann« großen Anteil am Schönauer Sieg hatte. (Foto: Wechslinger)

Die Bezirksligamannschaft der SG Schönau hat sich trotz mehrerer unglücklicher Niederlagen und einer tristen Tabellensituation als Schlusslicht noch lange nicht aufgegeben. Im Match gegen den als Tabellendritter angereisten ESV Freilassing zeigte die Schönauer Mannschaft ihre beste Saisonleistung und gewann das Spiel mit 3:1. Der Gerechtigkeit halber sei jedoch erwähnt, dass beim ESV drei wichtige Spieler gefehlt haben. Schönau hat mit dem Sieg den Abstiegsplatz wieder verlassen.


Gut 200 Zuschauer sahen in Schneewinkl ein rassiges Spiel, dem die Platzherren vom Anpfiff des souveränen Landesliga-Schiedsrichters Michael Hochrinner vom FC Grünthal den Stempel aufgedrückt haben. Nicht Freilassing spielte wie eine Spitzenmannschaft, sondern die SG Schönau drückte den im blauen Dress gewandeten Gast von Beginn an in die Defensive. Sehr wichtig für das Schönauer Spiel war der Einsatz von Lukas Laue und Mittelstürmer Rade Kocic, der längere Zeit an einer Verletzung gelitten hatte und nur so vor Spielfreude sprühte.

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Die Freilassinger zeigten zwar ein technisch gutes Spiel, konnten aber gegen die motivierten Gastgeber nicht mithalten. Das Konzept der SG die Freilassinger nicht zu einem geordneten Spielaufbau finden zu lassen, ging von Anfang an auf. Nach ersten vagen Möglichkeiten der Platzherren meldete sich Freilassing in der siebten Minute erstmals gefährlich ins Spielgeschehen. Der schnelle Viktor Vasas war auf direktem Weg zum Tor, wurde jedoch von Außendecker Jonas Rolf abgefangen. In der zwölften Minute sorgte der unermüdlich rackernde Mittelstürmer Rade Kocic für den Führungstreffer, nachdem ihn Sebastian Wessels ideal frei gespielt hatte. Wenig später prüfte Wessels den Freilassinger Torhüter Andreas Abfalter mit einem Weitschuss, den der Routinier abwehrte.

In der 21. Minute erzielte Kunstschütze Stefan Weinbuch nach einem Fehler des Freilassinger Keepers mit einem Heber in die Kreuzecke das 2:0. Schon früh zeigten sich im Gästeteam Unmutsaktionen. Doch noch gaben sich die Grenzstädter nicht geschlagen und versuchten alles, um zurück ins Spiel zu kommen. Die Schönauer wussten jedoch auf die Freilassinger Versuche immer eine Antwort und diktierten weiterhin das Geschehen.

Als sich Mittelstürmer Enis Kuka nach gut einer halben Stunde bei einem Zusammenprall mit SG-Torhüter Christoph Maier schwer verletzt hatte, ging im Freilassinger Sturmspiel noch weniger zusammen. Das 3:0 in der 36. Minute bereitete Stefan Weinbuch ideal vor. Der technisch Versierte spielte den Ball Mannschaftskapitän Toni Hölzl in den Lauf, der sich mit einer sicheren Vollendung der gelungenen Aktion bedankte. Freilassing antwortete wütend und Denis Krojer zwang SG-Schlussmann Maier zu einer Glanzparade. Die 3:0-Führung zur Halbzeit war verdient.

Wer im zweiten Abschnitt eine Generalattacke des ESV Freilassing erwartete, sah sich getäuscht. Denn die erste Chance im zweiten Durchgang erspielten sich neuerlich die Schönauer, als Toni Hölzl ein Topzuspiel von Rade Kocic volley nahm, allerdings übers verwaiste Tor setzte. Schönau war dem 4:0 weitaus näher als Freilassing einem Treffer. Mitte der zweiten Halbzeit kam Gästespieler Denis Krojer zum Schuss, verzog den Ball jedoch neben das Tor. Auf der anderen Spielfeldseite kam nach einem Pass von Rade Kocic der eingewechselte Danny Müller zu einer guten Möglichkeit.

Gegen die jetzt offensive Spielweise der Gäste tankte sich Müller über die rechte Seite durch und zog aus zehn Metern ab. Nur um Zentimeter rauschte der Ball am Pfosten vorbei. Gefährlich wurde es für Schönau erst in der Schlussphase. Zunächst klärten die Schönauer nach einem Freistoß, mussten jedoch in der 90. Minute das 3:1 durch Gerith Klut hinnehmen.

SG Schönau: Christoph Maier; Sebastian Rabenbauer, Jonas Rolf, Lukas Klaus, Lukas Laue (46. Danny Müller), Daniel Widl, Stefan Weinbuch, Toni Hölzl, Jörn Herdecke (79. Christian Thurner), Rade Kocic (88. Raphael Handke), Sebastian Wessels. Christian Wechslinger