weather-image
29°
Abschlussfeier der CJD-Christophorusschulen Berchtesgaden – Realschule zieht 2016 erfolgreich Bilanz

Mit viel Verantwortung in die Zukunft entlassen

Schönau am Königssee – 62 Absolventen der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden haben ihren Realschulabschluss in der Tasche. Neun Schüler konnten sogar mit einem Einser-Ergebnis glänzen. Zum ehrenden Anlass wurden am Samstag die Zeugnisse überreicht und es wurde gefeiert. Schulleiter und Lokalpolitiker dankten für Engagement und vermittelten den Jubilaren berufliche und moralische Perspektiven.

Sie alle haben den Abschluss geschafft. Gruppenbild des Jahrgangs 2016. (Fotos: Tessnow)
Berchtesgadens 2. Bürgermeister Bartl Mittner und die »Einser-Elite«.

Zur alljährlichen Abschlussfeier in der Aula der Grundschule war kein Platz mehr frei. Nebenan in der Realschule liefen währenddessen die Vorbereitungen für ein großes Sommerbuffet auf Hochtouren.

Anzeige

Schulleiter der Realschule der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden Wolfgang Greiner leitete mit seinem Bläserensemble den feierlichen Jahresakt ein. Seine Kollegen und er hatten viele Schüler zu prämieren. So hielt sich das Schuloberhaupt bei seiner anschließenden Eröffnungsrede kurz. Der stellvertretende Landrat Rudolf Schaupp schloss sich der Laudatio an und richtete dankende Grußworte an Schüler und Aulagäste. Diese waren geprägt vom Attentat in München, das am Vortag geschehen war. Der ehemalige Bürgermeister Berchtesgadens nahm intensiv auf die Terrorlage im Land Bezug. Dabei wies er auf die Bedeutung von Schulstrukturen in der Gesellschaft und die damit verbundene soziale Bedeutung eines Abschlusses hin. Auch in seiner Schulzeit, so Schaupp weiter, hatte Deutschland bereits mit Terrorismusstrukturen zu kämpfen. Als Abgänger des Jahres 1969 zog er Parallelen zur »68er-Generation« und der Baader-Meinhof-Bande und erinnerte ebenso an das Attentat während der Olympischen Spiele 1972 in München. Schaupp appellierte daher umso intensiver für soziales Engagement und empfahl, politisch wach und aktiv zu sein. Diese Funktion übernimmt jedes Jahr auch das Schulwesen, erklärte Schaupp ergänzend. Daher dankte er für die hervorragende Zusammenarbeit mit Schulleiter Greiner und seinem Kollegium. Die Aulagäste spendeten ihm viel Applaus. Diesen Botschaften schloss sich Schönaus Bürgermeister Hannes Rasp ergänzend an und sagte: »Ihr seid die jungen Leute, die in Zukunft unser Land prägen.«

Es folgte die Zeugnisausgabe. Jeder Schüler erhielt großen Beifall. Bei der Vielzahl der Jubilare und der schwülen Sommerhitze kam selbst der routinierte Schulleiter ins Schwitzen. Dennoch flüsterte Greiner den Schülern zum Abschluss noch kleine persönliche Botschaften zu. Ein »Respekt«, oder »weiter so«, schloss jede einzelne Dokumentenübergabe persönlich und sympathisch ab.

Die Klassenleiter Andreas Redolfi, 10 a, Monika Schöfl, 10 b und Mario Schwarz, 10 c freuten sich mit ihm über die große Anzahl der Abschlüsse. Schülersprecher Michelle Hamberger und Christoph Paril amüsierten anschließend die Gäste mit einer »Bilanz« vom gegenseitigen »Leichtmachen« im Schulalltag.

Berchtesgadens 2. Bürgermeister Bartl Mittner zeichnete anschließend die »Einser-Elite« aus: Martina Häusser (1,1), Elena Lott (1,1), Michelle Hamberger (1,3), Franziska Pfnür (1,5), Johannes Härringer (1,6), Josephine Heimerl (1,7), Michelle Mack (1,7), Christoph Paril (1,7), Stefanie Rauh (1,7), Maria Sachenbacher (1,7) und Magdalena Stöger (1,9). Mittner gelang eine aufgelockerte Ansprache.

Bevor es an das reichlich ausgestattete Mittagsbuffet ging, wurde die Stimmung im Saal noch einmal ernst. Wolfgang Greiner schloss die Feier mit einer Parabel ab. Er zeigte sich zwar zufrieden mit dem Jahrgangserfolg, appellierte aber dennoch an die erworbenen Fähigkeiten jedes einzelnen Schülers. Diese gelte es im weiteren Leben umzusetzen und nicht nur auf dem Papier festzuhalten. Er motivierte die Absolventen durch die bestandene Auszeichnung, zukünftig im Berufsleben auch mit Selbstbewusstsein und Mut zum Handeln aufzutreten. Eigeninitiative und Können machten den Unterschied aus. Jörg Tessnow