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Mittlerweile 1.525 Impfungen im Berchtesgadener Land vorgenommen

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Ein Mitarbeiter vom Impfzentrum hält eine Spritze in der Hand
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Ein Mitarbeiter vom Impfzentrum hält eine Spritze mit dem Covid-19-Impfstoff in der Hand. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Berchtesgadener Land – Bis zum 15. Januar 2021 wurden insgesamt 1.525 Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Berchtesgadener Land gegen das SARS-CoV 2 Virus geimpft. Davon wurden 643 Personen im Impfzentrum in Ainring geimpft, während 882 Personen durch mobile Impfteams das Vakzin erhielten. Die mobilen Teams waren dabei primär in den stationären Alten- und Pflegeheimen tätig. Mittlerweile konnten 11 von 13 stationären Alten- und Pflegeheimen besucht und den Bewohnerinnen und Bewohnernn die erste von erforderlichen zwei Dosen verabreicht werden. Die verbleibenden beiden Einrichtungen sind für die KW 3 vorgesehen.


Die unbeständige Zuführung von Impfstoff hat sich seit Beginn der Impfkampagne nicht verbessert. So werden mittlerweile 350 – 700 Impfstoffdosen pro Woche zur Verfügung gestellt. Wann eine regelmäßige und planbare Bereitstellung von ausreichenden Mengen erfolgt, ist nicht bekannt.

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Der Impfstoff von Moderna wird laut Mitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege ausschließlich an bestimmte Klinikstandorte mit einer definierten Größe ausgeliefert. Dort wird der Impfstoff durch die betriebsmedizinische Abteilung den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiern zur Verfügung gestellt. Im Landkreis Berchtesgadener Land erhielt kein Klinikstandort den Impfstoff von Moderna.

Seit dem 11.01.2021 hat das Bayerische Staatministerium für Gesundheit und Pflege eine Terminvereinbarungsplattform freigeschaltet.

Das Online-Registrierungssystem besteht aus den beiden Stufen „Anmeldung“ und „Terminvergabe“. Zunächst meldet sich der Bürger über das Online-Registrierungssystem unter Angabe der für die Priorisierung notwendigen Daten, wie beispielsweise Alter und Berufsgruppe, zur Impfung an. Nachfolgend werden die registrierten Personen mit der aktuell höchsten Priorität entsprechend der Coronaimpfverordnung je nach Verfügbarkeit der Impftermine von dem Impfzentrum in Ainring per SMS oder E-Mail (gegebenenfalls auch telefonisch) zur persönlichen Terminbuchung eingeladen. Die Vergabe der Impftermine orientiert sich an der Zugehörigkeit zu der jeweils aufgerufenen Prioritätengruppe. Eine telefonische Registrierung ist unter 0049 8654 58839-40 analog zum beschriebenen Verfahren möglich.

Nur einmalige Registrierung nötig – Automatische Kontaktaufnahme durch Impfzentrum zur Terminvereinbarung erfolgt gemäß vorgesehener Priorisierung

Um Beachtung wird gebeten: Der Bürger muss sich nur einmal registrieren und wird automatisch kontaktiert, sobald er an der Reihe ist. Eine weitere Kontaktaufnahme mit dem Impfzentrum in Ainring ist daher nicht erforderlich. Es wird gebeten auf Nachfragen zu verzichten, da dies die Kapazitäten des Impfzentrums belastet und zu Verzögerungen im Ablauf der Terminvereinbarungen führt. Die Reihenfolge der Registrierung hat keinen Einfluss auf die tatsächliche Terminvergabe.

Dem Landratsamt Berchtesgadener Land wurden bereits vermehrt technische Probleme mit dem Online-Registrierungssystem mitgeteilt. Das Landratsamt weist darauf hin, dass es keinerlei Einfluss auf die technische Umsetzung hat. Die Probleme wurden an das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege weitergeleitet, die die Plattform zentral betreibt und dafür die Verantwortung trägt.

Informationen zu häufigen Problemen bei Online-Termin-Registrierung

Folgende Probleme sind bekannt und beigefügte Lösungshinweise wurden von Seiten des Supportteams übermittelt:

  • Termin-Registrierung in BayIMCO konnte nicht abgeschlossen werden, weil Verifizierungsmail zu spät kam und danach der Mail-Account gesperrt war. Lösung: Auf der Registrierungsseite auf „Passwort vergessen“ klicken und die Schritte befolgen.
  • Eine Person hat mit ihrer Mail-Adresse beispielsweise einen älteren Angehörigen online registriert und kann sich dann selbst mit dieser Adresse nicht mehr registrieren, weil diese bereits in Verwendung ist. Hier gibt es aktuell keine technische Lösung und diese ist auch nicht vorgesehen. Sollte nur eine Mail-Adresse zur Verfügung stehen, müssen sich die weiteren Personen telefonisch registrieren, hier ist die Eingabe der Mailadresse nicht notwendig.
  • Nach § 3 Nr. 3. der Corona-Impfverordnung können sich enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen mit einer hohen Priorität einstufen lassen (also auch die pflegenden Angehörigen). Laut Aussage mehrerer Bürger existiert jedoch in der Registrierungssoftware aktuell unter keinem Reiter die Möglichkeit, Angaben hierzu zu machen. Lösung: Die Eintragung von privat pflegenden Personen ist bei der Registrierung unter der Rubrik "Ich arbeite in einem sonstigen Beruf mit hohem Personenkontakt, als..." möglich. Hier kann die Auswahl: "Enger Kontakt zu einer schwangeren oder pflegebedürftigen Person" getroffen werden.

 

Das Landratsamt Berchtesgadener Land betont nochmals ausdrücklich, dass von Seiten des Landratsamtes keine Möglichkeit besteht, die technischen Probleme abzustellen. Alternativ können sich die Bürgerinnen und Bürger telefonisch im Impfzentrum registrieren lassen. Die telefonische Registrierung erfolgt weitestgehend problemlos. Aufgrund der hohen telefonischen Nachfrage kann es allerdings zu längeren Wartezeiten kommen. Die Verwaltungsmitarbeiter im Impfzentrum, die die Registrierung am Telefon durchführen, wurden bereits erheblich aufgestockt.

Die schriftliche Information der Über-80-Jährigen Bewohner im Landkreis Berchtesgadener Land wurde zeitgerecht an den Druck- und Versanddienstleister übermittelt. Dieser hat mitgeteilt, dass aufgrund der hohen Nachfrage der Versand voraussichtlich in der KW 4 erfolgt.

Impfung immobiler Patienten durch Hausärzte in Planung

Der ärztliche Leiter des Impfzentrums, Dr. Joachim Leßke, und Micha Thomas vom Landratsamt Berchtesgadener Land führten kürzlich eine Videokonferenz mit 29 niedergelassenen Hausärzten durch. Dort wurde die Möglichkeit besprochen, dass immobile Patienten im Alter von über 80 Jahren direkt bei ihren Hausärzten geimpft werden könnten. Hier wurde eine mögliche Verfahrensweise besprochen, die das Ziel hat, den Weg nach Ainring ins Impfzentrum für die immobilen Menschen im Alter von über 80 Jahren zu vermeiden. Die Verantwortlichen im Impfzentrum sowie die niedergelassenen Hausärzte sind sich einig, dass die Durchführung von Impfungen zur ureigenen Kompetenz der Hausärzte zählt.

Das Impfzentrum wird dabei die logistischen Aufgaben und die Dokumentation übernehmen, während die Hausärzte die Aufklärungsgespräche und die Impfungen durchführen. Bei der Durchführung der Impfungen ist Vertrauen ein wesentlicher Bestandteil. Der Hausarzt kennt seine Patienten am besten und kann individuell informieren und aufklären.

Das angedachte Modell soll in den nächsten Wochen erprobt werden. Sofern ein Hausarzt an diesem Verfahren teilnimmt, wird er direkt auf die betreffenden Patienten zugehen. Neben den Vorteilen für die Patienten, erwartet sich die Leitung des Impfzentrums eine wesentliche Steigerung der Impfkapazitäten bei den Menschen vor Ort, sofern ausreichend Impfstoff vorhanden ist. Auf eine zusätzliche mobile Lösung, wie beispielsweise die Beschaffung eines Impfbusses, kann daher im Landkreis Berchtesgadener Land verzichtet werden.

Pressemitteilung vom Landratsamt Berchtesgadener Land

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