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Mord im Mittsommer

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Mord im Mittsommer
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Thomas (Jakob Cedergren) und Nora (Alexandra Rapaport) ahnen noch nicht, dass sie sich von früher kennen. Foto: Fredrik Ottosson Foto: dpa

Aus Skandinavien stammt eine wahre Flut an TV-Krimis. Jetzt kommt eine schwedische Mini-Serie dazu.


Berlin (dpa) - Schön ist es auf der schwedischen Urlaubsinsel Sandön, auf den Schären kurz vor Stockholm. Zumindest dann, wenn nicht gerade eine Leiche am Strand herumliegt. Doch genau das geschieht gleich zu Beginn der Serie «Mord im Mittsommer» (Originaltitel: «Morden i Sandhamn»), die an diesem Donnerstag (ab 20.15 Uhr) auf Arte mit allen drei Folgen der ersten Staffel (Titel: «Tod im Fischernetz») zu sehen ist.

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Arte zeigt an den kommenden Donnerstagen auch die Staffeln 2 bis 5, während das ZDF schon zu Ostern die Staffel 6 sendet (Sonntag und Montag jeweils um 22.00 Uhr).

Nora Linde (Alexandra Rapport) stolpert am Meer fast über ein Fischernetz und entdeckt darin eine männliche Leiche. Kommissar Thomas Andreasson (Jakob Cedergren) eilt zum Fundort und stellt alsbald fest, dass der Mann ermordet wurde und nicht von der Insel stammt. Wenig später wird eine Frauenleiche entdeckt - es handelt sich um die Schwester des Toten. Nora und Thomas machen noch eine ganz andere Entdeckung: Sie kennen sich von der Schulzeit, in der sie sich auch schon mochten. Das unverhoffte Wiedersehen wiederum gefällt Noras eifersüchtigem und jähzornigen Ehemann Hendrik (Jonas Malmsjö) überhaupt nicht.

Regisseur Marcus Olsson (45, «Mord in Fjällbacka: Die Hummerfehde») hat eine insgesamt stimmige Krimiserie gedreht, die insbesondere atmosphärisch gut gelungen ist. Vor allem das sich ständig verändernde Licht des Nordens und die zumeist hellen Farben am Meer kommen besonders gut zur Geltung (Kamera: Jonas Alarik).

Die beiden Drehbuchautoren Sara Heldt und Thomas Borgström haben ihre Geschichte basierend auf dem Bestseller «Tödlicher Mittsommer» von Viveca Sten (59) geschrieben. Seit ihrer Kindheit verbringt die Stockholmer Juristin jeden Sommer in Sandhamn, im Ferienhaus ihrer Familie. Sten hat - neben viel Fachliteratur - mittlerweile acht Romane rund um Kommissar Andreasson geschrieben, die in bislang sechs Staffeln verfilmt worden sind.

«Mord im Mittsommer» ist als Romanreihe spannend und authentisch zugleich. Für die Serie gilt das etwas weniger, da hier das fortlaufend erzählte (Liebes-)Verhältnis zwischen Nora und Thomas stark im Vordergrund steht. Immerhin wirkt die Synchronisation nicht so künstlich wie oft in fremdsprachigen Filmen.

Jakob Cedergren gibt einen recht charismatischen Ermittler ab, der schließlich ein Familiendrama aufklären kann. Mit Nora kommt er zwar kaum voran, doch hilft sie ihm immer wieder bei seiner Arbeit. Auch wenn das Ganze schon ein Krimi (mit Pilcher-Anteilen) ist und Mord offenbar auch nicht mehr vor einer noch so kleinen Insel halt macht, so bleibt gerade der Mittsommer in Schweden - mit einem Hauch von Bullerbü - eine faszinierende Jahreszeit.

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