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MotoGP-Pilot Bradl stürzt und hat Glück: Platz vier

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Obacht
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Stefan Bradl reibt sich die Augen - auf dem Sachsenring muss man bei jeder Fahrt hellwach sein. Foto: Hendrik Schmidt Foto: dpa
Glück im Unglück
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Bradl hatte noch Glück im Unglück. Foto: Hendrik Schmidt Foto: dpa
Dramatisch
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Kurz zuvor war Staring funkensprühend über die Piste gerutscht. Foto: Jan Woitas Foto: dpa
Ungläubig
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Bryan Staring steht nach seinem Sturz hilflos vor seiner Maschine. Foto: Jan Woitas Foto: dpa
Gestürzt
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MotoGP-Spitzenreiter Dani Pedrosa erwischte es im dritten Training. Foto: Hendrik Schmidt Foto: dpa
Unkontrollierbar
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Wie Michael Laverty landen viele Motorrad-Spezialisten im Kiesbett. Foto: Jan Woitas Foto: dpa
Dauereinsatz
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Streckenhelfer müssen nach jedem Sturz wieder die Piste säubern. Foto: Jan Woitas Foto: dpa
Bangen
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Ein Helfer eilt zu dem im Kiesbett liegenden Hector Barbera. Foto: Jan Woitas Foto: dpa
Glimpflich
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Mit vereinten Kräften kommt Barbera wieder auf die Beine - es ist nichts Schlimmeres passiert. Foto: Jan Woitas Foto: dpa

Hohenstein-Ernstthal (dpa) - Ausgerechnet im Qualifying erwischte es auch Stefan Bradl. Der MotoGP-Pilot hatte sich nach Topzeiten in den Trainingseinheiten beim Heim-Grand-Prix auf dem Sachsenring Hoffnungen auf seine erste Pole Position oder zumindest die erste Startreihe gemacht.


Doch in der Qualifikation der Königsklasse rutschte der Zahlinger ins Kiesbett und wurde Vierter. Bradl hatte beim Sturzfestival auf dem anspruchsvollen Motorrad-Kurs aber noch Glück: Er zog sich keine Verletzungen zu und untermauerte seine Ambitionen auf einen Podestplatz am Sonntag.

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»Wir hatten eigentlich Reihe eins anvisiert. Aber ich bin noch gut davongekommen«, sagte Bradl, der von den Zehntausenden Fans gefeiert wurde. Beim Gang in die Box ärgerte sich der Moto2-Weltmeister von 2011 jedoch sichtlich. Er hatte 0,551 Sekunden Rückstand auf Polesetter Marc Marquez. Am Ende stellte Bradl aber das Positive in den Vordergrund. »Wir haben das ganze Wochenende einen guten Job gemacht. Der Speed stimmt und für das Rennen ist alles möglich. Es ist eine gute Position, um anzugreifen«, sagte der Bayer.

Insgesamt ereigneten sich binnen zwei Tagen weit über 30 Stürze in allen drei Rennklassen. Nach dem Rennaus für MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo, der vom Sachsenring zurück nach Barcelona flog und sich dort erneut einem Eingriff am erst vor zwei Wochen operierten Schlüsselbein unterzog, erwischte es auch Dani Pedrosa. Der WM-Führende erlitt einen Haarriss im Schlüsselbein und musste die Qualifikation auslassen. Dennoch wird er wohl starten. Er würde aufgrund seiner Trainingsergebnisse auch ohne Qualifikationszeit als Zwölfter ins Rennen gehen.

Andrea Iannone kugelte sich dagegen die Schulter aus. Der Qualifying-Zweite Cal Crutchlow stürzte gleich zweimal und erlitt am Unterarm erhebliche Verbrennungen. »Das wird schwer morgen«, meinte der Brite.

Als Problempunkt Nummer eins stellte sich einmal mehr Kurve elf heraus. Es ist eine schnelle Rechtskurve nach acht Linkskurven, in die die Fahrer mit über 200 Stundenkilometern hineinrauschen. Da die Reifen auf der rechten Seite angesichts der fehlenden Belastung zuvor regelrecht kalt sind, fehlt der Grip. Die Sturzgefahr steigt erheblich. »Das ist eine gefährliche Stelle«, sagte Rekordweltmeister Valentino Rossi, der als Dritter ins Rennen geht.

In der Moto3-Klasse kam auch Jonas Folger zu Fall und vergab dadurch die Startreihe eins. Der Oberbayer fuhr in 1:27,579 Minuten die viertbeste Zeit, die Pole Position holte sich der um 0,279 Sekunden schnellere Spanier Alex Rins. »Ärgerlich, dass ich gestürzt bin. Die zweite Reihe ist für den Sturz in Ordnung«, berichtete Folger: »Ich hoffe aber, dass ich im Rennen bis zum Schluss vorne mitfahren kann.« Philipp Öttl wurde 17., die anderen deutschen Piloten Toni Finsternbusch (27.), Kevin Hanus (30.), Luca Amato (33.) und Florian Alt (34.) landeten geschlagen im Feld.

In der Moto2 wurde Marcel Schrötter 13., Moto3-Weltmeister Sandro Cortese kam als 19. ins Ziel. Ihm fehlten 0,825 Sekunden auf den Tagesschnellsten Xavier Simeon aus Belgien. »Mein Ziel Top Ten habe ich leider nicht erreicht. Es wird ein langes und sehr schwieriges Rennen, man muss von Anfang an gleich dabei sein«, bilanzierte Schrötter.