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Motor für eine nachhaltige Zukunft

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Die beiden Campus-Managerinnen Dr. Rebecca Rogers und Johanna Nimmervoll machen mit einer Vielzahl von Initiativen und Projekten Mut, die Zukunft nachhaltig zu gestalten.

Traunstein – Der Bildungscampus St. Michael auf dem Gelände des Studienseminars St. Michael in Traunstein gewinnt immer deutlicher an Profil. Ein nachhaltiger und enkeltauglicher Lebensstil, ethisches Wirtschaften, neue soziale Netzwerke und Beratungsangebote sowie Schöpfungsspiritualität und Persönlichkeitsentwicklung werden hier in konkreten Projekten in die Praxis umgesetzt.


Einblick in die aktuellen Entwicklungen geben die beiden Campus-Managerinnen, die die unterschiedlichen Initiativen seit gut einem Jahr koordinieren. Die Biologin und Umweltkommunikatorin Dr. Rebecca Rogers ist dabei für Marketing, Projektbegleitung und die Kommunikation mit den Campuspartnern zuständig. Johanna Nimmervoll, Betriebswirtin, Pädagogin und Innovationsmanagerin, steuert das Gebäudemanagement sowie die Bildungsplanung und Projektentwicklung.

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Zu den größten Projekten gehört aktuell die Neukonzeptionierung des rund 44 000 Quadratmeter großen Geländes.     Anstelle des sanierungsbedürftigen Wohn- und Funktionstrakts aus den 1970er Jahren soll ein Bildungsforum in ganz innovativer Bauweise entstehen. Dazu gehört auch der neue Kindergarten der Stadtpfarrei St. Oswald mit vier Gruppen für insgesamt 100 Kinder. Die ökologische Bauweise und Naturerlebniszonen korrespondieren mit dem eigens entwickelten naturpädagogischen Konzept, in das unter anderem der Landschaftsgärtner und Buchautor Thomas Janscheck eingebunden ist.

Weiterentwickelt worden ist unter der Leitung von Katharina Stadler auch der Gemeinschaftsgarten auf dem Campusgelände. Er findet im Rahmen von Führungen, Konzerten und Workshops viel Zuspruch. Neu ist zum einen, dass neben den gemeinschaftlich genutzten Flächen auch einzelne Beete an Selbstversorger von außen zur Pflege vergeben werden. Neu angelegt worden ist zum anderen ein Insektengarten, ein Insektenbuffet mit Bienenweiden und eine Wurmkompostierung.

Auf große Resonanz stoßen die Kooperationsprojekte mit dem Kreisbildungswerk: das Reparaturcafé an jedem dritten Samstag im Monat sowie die Kleidertauschparty für Erwachsene und die Kinderkleidertauschparty. Mit dem Thema Jugend, Digitalisierung und neue Medien beschäftigten sich die Chiemgauer Medienwochen als Kooperationsprojekt mit dem Campuspartner Q3. Dazu gehörte auch ein Schulradiotag und das CampusDate Medien. Bei den CampusDates, die auch zu den Themen Wohnen und Garten stattfinden, diskutieren regelmäßig Experten und Interessierte miteinander.

Eine Vielzahl neuer Initiativen, Projekte und Ideen wurde im Sommer auf dem zweitägigen Festival der Utopie mit über 1000 Besuchern präsentiert. Auch im Bereich der solidarischen Landwirtschaft hat der Bildungscampus St. Michael neue Kontakte geknüpft. Auf dem Campusgelände gibt es eine Abholstation der SoLaWi Chiemgau-Initiative, die heuer von Kristine Rühl nahe Otting gegründet wurde. Verbraucher ermöglichen dem Landwirt durch Abnahmegarantien bzw. finanzielle und praktische Unterstützung eine von Marktzwängen weitgehend befreite Wirtschaftsweise. Sie sichern sich damit umgekehrt langfristig die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln.

Das Bildungsprogramm befasst sich unter anderem mit dem »heilenden Garten« (17. Januar), »Wohnen auf kleinstem Raum / Tiny Houses« (22. Januar) oder »Gott und Hirnforschung« (7. Februar). eff

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