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Motor in Fahrrad eingebaut: Mann handelt sich mächtig Ärger mit der Polizei ein

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Foto: Symbolbild

Traunreut – Mit einem selbst umgebauten Fahrrad handelte sich am Dienstag ein Einheimischer mächtig Ärger mit den Behörden ein. Er hatte einen Motor in sein Rad eingebaut und war damit verbotswidrig auf öffentlichen Straßen gefahren.


Während einer Streifenfahrt hatten Beamte der Traunreuter Polizei gegen 9.45 Uhr einen Fahrradfahrer entdeckt, dessen Rad durch einen selbstgebauten Motorantrieb auffiel. Der 39-Jährige Besitzer war damit von Traunreut in Richtung Traunwalchen unterwegs.

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Bei der näheren Untersuchung stellten die Polizisten fest, dass das Fahrrad Kupplung und Handgas ausgestattet war. Da an dem Gefährt kein Versicherungskennzeichen angebracht war, wurde der Radler an der Robert-Bosch-Straße in Traunwalchen einer allgemeinen Verkehrskontrolle unterzogen.

Anschließend wurde das umgebaute Rad genauer untersucht. Der Mann gab an, dass er den Motor zusammen mit einem Freund im Internet bestellt habe und sie dann einige Tage daran experimentiert hätten, bis der Einbau schließlich einwandfrei funktionierte.

Durch den Umbau handelt es sich laut Polizei bei dem Rad um ein Kraftfahrzeug und ist damit nicht mehr zulassungsfrei. Außerdem kann mit dem Gefährt über 25 km/h gefahren werden. Somit hätte der Fahrer ein Versicherungskennzeichen benötigt. Abgesehen davon konnte der Einheimische auch keine gültige Fahrerlaubnis vorweisen. Zu guter letzt kam hinzu, dass er bei der Fahrt unter Drogeneinfluss stand.

Der Mann wird angezeigt wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen seiner Vergehen gegen das Pflichtversicherungsgesetz und gegen die Abgabenordnung, da er keine Steuer abgeführt hat. Ob er durch den noch nachzuweisenden Drogenkonsum letztendlich eine Ordnungswidrigkeit oder gar eine Straftat begangen hat, kann erst nach Eingang des Blutergebnisses nachgewiesen werden.

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