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»Motorzone« darf nun doch nicht mehr stattfinden

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Fünfzig PS-starke Autos waren vergangenes Jahr rund um Traunstein zu sehen gewesen. Dieses Jahr darf die Veranstaltung nicht erneut stattfinden. Das hat der Stadtrat in nicht-öffentlicher Sitzung entschieden. (Foto: FDL/Benje)

Traunstein – Die Veranstaltung »Motorzone« darf nun doch nicht erneut in Traunstein stattfinden. Das gab Oberbürgermeister Christian Kegel in der jüngsten Stadtratssitzung bekannt. Der Beschluss war im Mai gefasst worden, allerdings in nicht-öffentlicher Sitzung – »aus Schutzgründen einiger Beteiligter«, wie es auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts hieß.


Vergangenes Jahr waren fünfzig PS-starke Autos rund um Traunstein zu sehen gewesen. Rund 2000 Besucher standen an der Strecke. Nicht alles lief bei der ersten Veranstaltung in der Großen Kreisstadt so, wie vereinbart. Das war bei einer öffentlichen Stadtratssitzung im November deutlich geworden.

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Für die einen war die Veranstaltung ein Rennen, das nichts auf öffentlichen Straßen zu suchen hat. Für die anderen eine Demonstrationsfahrt, bei der Motorsportinteressierte auf ihre Kosten kommen. Letztlich hatte der Stadtrat aber nach längerer Diskussion zugestimmt.

Laut Carola Westermeier, der Pressesprecherin der Stadt, habe es nun im März eine Vorbesprechung mit dem Veranstalter, mit der Polizei und den Feuerwehren gegeben. »Dort zeigte sich, dass einige Auflagen vom Veranstalter nicht erfüllt werden können. Die Stadt holte außerdem (entsprechend gesetzlicher Vorgaben) Stellungnahmen ein. Die umliegenden Gemeinden äußerten sich und auch die Polizei brachte ihre Bedenken erneut vor.«

Zu diesen äußerte sich die neue Polizeichefin Angelika Deimel im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. »Wir haben uns dagegen ausgesprochen«, sagte sie. Es sei einfach schwer zu vermitteln, dass die Polizei in verschiedensten Bereichen präventive Maßnahmen zur Unfallvermeidung und zur Reduzierung der Zahl von Verletzten und Toten durchführe, auf der anderen Seite aber eine solche Veranstaltung auf öffentlichen Straßen gutheiße. »Grundsätzlich spricht ja überhaupt nichts dagegen, aber dann auf Rennstrecken«, betonte Deimel. Denn es habe sich gezeigt, dass die Geschwindigkeit nicht eingehalten werde.

Der Stadtrat hat sich in seiner Sitzung am 16. Mai im nicht-öffentlichen Teil einstimmig dafür ausgesprochen, die Veranstaltung für das Jahr 2019 nicht zu genehmigen.

Veranstalter Wolfgang Fousek wollte sich zu der Entscheidung nicht äußern – zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt. KR