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MSV Duisburg: Optimismus im Lizenzverfahren

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MSV Duisburg
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Der MSV Duisburg hofft, die Lizenz für die 3. Liga zu bekommen. Foto: Martin Gerten Foto: dpa

Duisburg (dpa) - Beim MSV Duisburg ist der Optimismus ungebrochen, dass der Traditionsclub die Lizenzbedingungen für die 3. Fußball-Liga erfüllen kann.


«Wir gehen beim MSV nach wie vor davon aus und erledigen unsere Hausaufgaben Stück für Stück», sagte der MSV-Aufsichtsratschef Jürgen Marbach der «Rheinischen Post». Den bisher erzielten Schuldenschnitt, dem ein Gläubigermoratorium zustimmte, bezeichnete Marbach als «großen Etappensieg».

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Nach dem Zwangsabstieg aus der 2. Liga haben die Duisburger bis zum Freitag Zeit, um beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Aufnahmekriterien für die 3. Liga zu erfüllen. Marbach räumte allerdings ein, dass noch nicht alle Zusagen mit Original-Unterschriften vorliegen: «Das Geld ist also da, aber als Nachweis noch nicht in der vom DFB gewünschten Form.» Offen sei zudem eine Sicherheitsbürgschaft, die der MSV beim DFB vorweisen muss. Unglücklich sei es gewesen, dass der Club bereits vor einer Woche die Lösung seiner Probleme kommuniziert hatte, am Wochenende jedoch einen Rückzieher machen musste.

Den Vorwurf der Schlamperei wies Marbach aber zurück: «Wenn von morgens früh bis in die Nacht gearbeitet wird, ist das eine Leistung, die es zu respektieren gilt. Dass dann Fehler gemacht werden, kann in der Komplexität der Dinge passieren.»

In jedem Fall läuft dem MSV, der weiterhin weder Spieler noch einen Cheftrainer unter Vertrag hat, die Zeit davon. Frühestens am Freitag ist mit einer Entscheidung des DFB zu rechnen. Wird die Lizenz erteilt, steigt das erste Ligaspiel bereits am 20. Juli gegen den 1. FC Heidenheim. Sportdirektor Ivica Grlic sei bezüglich der Kaderzusammenstellung aber gewappnet. Unter anderem habe laut Marbach auch der frühere Bundestrainer Berti Vogts dem MSV schon Spieler angeboten. Vogts betreut momentan die Nationalelf von Aserbaidschan.