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MSV Duisburg trennt sich von Trainer Reck

Duisburg (dpa) - Der kapitale Fehlstart kostete Oliver Reck den Job beim MSV Duisburg. Drei Begegnungen, drei Pleiten - da sahen sich die Verantwortlichen des Pokalfinalisten von 2011 zu einer Entscheidung gezwungen, die ihnen «sehr schwer gefallen» sei, wie der ehemalige Erstligist bekundete.

Entlassen
Oliver Reck ist nicht mehr Trainer des MSV Duisburg. Foto: Marius Becker Foto: dpa

302 Tage hielt sich der ehemalige Fußball-Nationaltorhüter auf dem Cheftrainerposten beim Zweitligisten. Mit der Zwangsdemission Recks, der zusammen mit Co-Trainer Uwe Schubert gehen muss, ist die erste Entlassung eines Chefcoachs bereits am dritten Saisonspieltag perfekt. Das 1:3 gegen Dynamo Dresden und die missliche Situation, ohne Punkt Tabellenletzter zu sein, ließ den MSV-Chefs wohl keine andere Wahl: Nach einer mehrstündigen Präsidiumssitzung im Anschluss an die Heimniederlage verkündete der MSV noch am Samstagabend sein Votum gegen Reck und Schubert. Interimstrainer wird Sportdirektor Ivica Grlic.

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Mit Nachfolgekandidaten nahm der MSV bereits Kontakt auf. Eine Entscheidung werde bis zum Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am 19. September fallen, hieß es vom Club. Zuvor muss der MSV am kommenden Freitag die Partie bei 1860 München bestreiten.

Die Suche nach einem Reck-Nachfolger wird sich schwierig gestalten: Duisburg ist finanziell angeschlagen und muss mit Reck und dessen Vorgänger Milan Sasic bis zum Saisonende noch zwei Cheftrainer bezahlen. Reck hatte den Posten bei den «Zebras» erst am 28. Oktober 2011 übernommen. In der vergangenen Saison führte er den lange abstiegsbedrohten MSV immerhin noch auf den zehnten Tabellenplatz. 2010 war er als Co-Trainer nach Duisburg gewechselt.

Als Spieler hatte der 47-Jährige, der 471 Bundesligaspiele für Bremen und Schalke 04 bestritt, mehr Erfolg. Mit Bremen gewann Reck den Europapokal der Pokalsieger (1992), zwei deutsche Meisterschaften (1988, 1993) und zweimal den DFB-Pokal (1991, 1994). Auch mit Schalke holte er 2001 und 2002 den Pokal.

MSV-Mitteilung