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Müde nach dem Essen? Richtig speißen verhindert das Suppenkoma

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Suppen und Eintopf ideales Mittagessen – Ernährungstipps auf newzr.de
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Ob man es glaubt oder nicht: Suppenkoma rührt nicht von der Suppe. Denn Suppen – mit wenig Fleisch und Fett wie zum Beispiel ein Eintopf – sind die ideale Mahlzeit in der Mittagspause. Sie halten fit und machen uns bei der Verdauung nicht müde. (Symbolfoto: pixabay)

Es gibt leckeres Essen. Und wenig später haben wir uns mit Heißhunger sattgegessen. Aber jetzt sind wir schlapp und müde. Wie werde ich wieder fit? Und gibt es das perfekte Pausenmahl?


Gerade Berufstätige kennen das Gefühl: In der Kantine gab es endlich mal wieder Chicken Wings oder Currywurst. Ganz besonders lecker. Schnell hat man ordentlich zugelangt und sich den Magen vollgeschlagen. Doch dann hört der Spaß auf: Unser Verdauungssystem zieht das Blut aus den anderen Körperregionen – und dem Gehirn – und wir fallen in ein Tief.

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Die Stunden nach dem Kantinenbesuch sind für viele Berufstätige die härteste Zeit des Arbeitstages. Müdigkeit setzt ein, das Konzentrieren fällt schwer: Das gefürchtete Suppenkoma ist da.

Hinter dem Namen verbergen sich aber eigentlich zwei verschiedene Probleme, sagt Fabian Krapf vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG). Und nur an einem davon ist die Suppe schuld.

Ist die Suppe der Sündenbock?

"Der Rückgang der Leistungsfähigkeit hat tatsächlich mit dem Essen zu tun", erklärt Krapf. "Der Körper braucht Energie, insbesondere um schwere Mahlzeiten zu verdauen – das ist dann Energie, die anderswo fehlt." Dagegen helfe nur, mittags weniger oder weniger fettreich zu essen. "Den Namen 'Suppenkoma' hat die Suppe eigentlich gar nicht verdient", sagt Krapf. Denn Suppe oder Eintopf sei als Mittagessen eigentlich eine gute Wahl. "'Schnitzelkoma' wäre vermutlich der bessere Name."

Eintopf
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Ein Eintopf ist die ideale Mahlzeit in der Mittagspause. Foto: dpa/Andrea Warnecke

Nickerchen oder Spaziergang nach dem Essen

Müdigkeit nach dem Essen ist eher eine Frage des Biorhythmus'. Eine Ernährungsumstellung hilft da eher wenig. Stattdessen rät der Experte zu einem Nickerchen – oder einem kurzen Spaziergang: "Es gibt den Satz 'Nach dem Essen sollst du ruh'n oder tausend Schritte tun' – da ist tatsächlich etwas Wahres dran."

Andernfalls hilft für schnelle Leistungsspitzen nur wieder der altbekannte Zucker. Etwas Süßes essen, bringt die Energie über die Blut-Hirn-Schranke sofort in unser Leistungszentrum und wir sind kurzzeitig wieder in Topform.

Hastiges Essen sorgt für Fettleibigkeit

Langsamer Essen muss die Devise für all jene heißen, die auch gleichzeitig auf ihre Gesundheit und ihren BMI achten wollen. Denn wie japanische Wissenschaftler herausfanden, sorgt schnelles, hastiges Essen für erhöhte Fettproduktion und -ablagerung im Körper. Langsam Essen schützt also vor dem Dickwerden und kann Krankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Problemen vorbeugen. Auch sollten zwischen der letzten abendlichen Mahlzeit und dem Schlafengehen gute zwei Stunden Zeit liegen, um eine optimale Verdauung zu ermöglichen – mit möglichst wenig Fettproduktion.

red/ dpa/ tmn