weather-image
24°

Mühlener Gruppe hebt Wassergebühren an

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die Wassergebühren werden angehoben.

Vachendorf – In der Verbandsversammlung der Wasserversorgung Mühlener Gruppe beschlossen die Verbandsräte eine Erhöhung der Wassergebühren. Die Verbrauchsgebühr erhöht sich damit zum 1. Juli 2018 auf netto 1,19 Euro pro Kubikmeter Wasser.


Zuvor hatte der Vorsitzende Bernhard Hennes die Verbandsräte über die Unterdeckung des Wasserpreises informiert. Da die Sonderrücklage aus den Vorjahren praktisch aufgebraucht sei, habe man vom Steuerbüro Gschwendner aus Chieming eine Neukalkulation durchführen lassen. Aufgrund dieser Kalkulation wurde nun die Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung beschlossen.

Anzeige

Des Weiteren segnete die Versammlung einstimmig den Haushalt für das Jahr 2018 ab – vorbehaltlich einer etwa erforderlichen Genehmigung durch die Rechtsaufsichtsbehörde.

Um das zu klein dimensionierte Leitungsnetz in Vachendorf bei Verbrauchsspitzen und besonders im Brandfall besser zu stützen, beabsichtige man, einen zweiten Versorgungszugang aus der Hochzone zu installieren, so Hennes. Um dies zu ermöglichen, müsse ein Druckminderschacht am Spenderberg gebaut werden. »Die Kosten hierfür belaufen sich auf zirka 21 000 Euro«, betonte er und verwies darauf, dass sich die Gemeinde Vachendorf aus Brandschutzgründen an dem Bauprojekt beteilige.

Die Versammlung stimmte dem Projekt zu. In puncto »Erschließung Gewerbegebiet Autobahn und Versorgung Enthal« erläuterte Bergens Bürgermeister Stefan Schneider, dass das ehemalige Deutz-Grundstück bereits im nächsten Jahr erschlossen werden soll. Die Versammlung gab grünes Licht für die Erschließung. Zur Finanzierung der Restarbeiten am Hochbehälter Wörglham und der Erschließung des Gewerbegebiets Autobahn beschloss die Verbandsversammlung, einen Kredit aufzunehmen.

Hennes informierte zudem über die Mitte August installierte UV-Anlage in Mühlen, die seither störungsfrei in Betrieb sei. Für die Anschaffung hatte man sich Mitte Juli entschieden, weil im Rahmen einer Trinkwasseruntersuchung im Brunnen Mühlen eine Belastung durch relativ seltene Enterokokken festgestellt worden war. Daher musste das Wasser etwa vier Wochen lang gechlort werden, die Bürger müssten ihr Trinkwasser auf Anordnung des Gesundheitsamts abkochen.

»Die Kosten für die Anlage waren zirka 1500 Euro unter dem Angebot«, so Hennes. Darüber hinaus wurde den Verbandsräten mitgeteilt, dass der Antrag zur Schutzgebietserweiterung nach mehrmaliger Vorprüfung der beteiligten Ämter im Oktober 2017 eingereicht worden sei. Die Sanierung des Hochbehälters Wörglham werde erst 2018 fortgesetzt.

Auf Hennes' Frage, ob bei einem Notfall, wie es heuer der Fall gewesen sei, zum Beispiel für das Verteilen von Broschüren auf die Bauhofmitarbeiter der Gemeinden zurückgegriffen werden könne, erklärten die Bürgermeister Stefan Schneider (Bergen), Rainer Schroll (Vachendorf), Georg Schützinger (Grabenstätt) und Benno Graf (Chieming) grundsätzlich ihre Zustimmung. mmü