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München feiert mit Feuerwerk - BVB-Fans zeigen Größe

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Ausgelassen
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Auf der Theresienwiese explodierte beim Tor von Robben die Stimmung. Foto: Felix Hörhager Foto: dpa
Trotzig
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Trotz der Niederlage feierten die BVB-Fans ihre Mannschaft. Foto: Marius Becker Foto: dpa
Arena
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Mehr als 40 000 Zuschauer verfolgten das Duell aus der Münchner Arena. Foto: Lukas Barth Foto: dpa
Stimmung
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Die Stimmung in der Münchner Arena war prächtig. Foto: dpa Foto: dpa
Theresienwiese
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Auf der Münchner Theresienwiese wurde schon während des Spiels mit dem Pokal gefeiert. Foto: Felix Hörhager Foto: dpa
Leopoldstraße
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Auf der Münchner Leopoldstraße wurde mit den Bayern gezittert. Foto: Inga Kjer Foto: dpa
Westfalenhalle
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In der Dortmunder Westfalenhalle bangen die Fans mit dem BVB. Foto: Jonas Güttler Foto: dpa
Friedensplatz
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Der Dortmunder Friedensplatz war in schwarz-gelb getaucht. Foto: Bernd Thissen Foto: dpa
Miami Beach
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Selbst in einem Hotel in Miami Beach wurde das Finale verfolgt. Foto: Thomas Eisenhuth Foto: dpa
Dauerregen
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Dauerregen sorgte für Ungemütlichkeit auf der Berliner Fanmeile. Foto: Paul Zinken Foto: dpa
Getrotzt
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Nur wenige Fans trotzten dem Regen in der Hauptstadt. Foto: Paul Zinken Foto: dpa

München (dpa) - Ein Feuerwerk für den Champions-League-Titel: Stimmungsvoll haben die Fans des FC Bayern München die Nacht des Finalsiegs ihrer Mannschaft gegen Dortmund gefeiert.


Die Feiermeile Leopoldstraße in der bayerischen Landeshauptstadt wurde von einem Feuerwerk erhellt, mehr als 50 000 Menschen bejubelten nach Schätzungen der Polizei dort den Erfolg des FC Bayern im Endspiel von London.

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Und in Dortmund? Dort zeigten die Fußballfans Größe in der Niederlage. Die 50 000 Anhänger der Borussia ließen nach der 1:2-Pleite die Köpfe nicht hängen, auch wenn bei vielen Fans die Tränen flossen. Sekunden nach dem Schlusspfiff brandete Applaus beim Public Viewing auf. Dann stimmten die Fans ihre Gesänge an und hielten die Schals hoch - «Olé, olé, nur der BVB».

In diesem Moment kannten die Fans der Bayern in der Münchner Allianz Arena kein Halten mehr: Sie fielen sich in die Arme, sangen die Vereinshymne «Stern des Südens» und stürmten trotz der Warnungen des Stadionsprechers den Rasen. Auch wenn die Temperaturen kühl und herbstlich waren, zeigte sich Deutschland am Samstagabend im Fußballfieber. Und auch die Terrorwarnungen, über die Medien am Samstag berichtet hatten, schreckten die Fußball-Anhänger nicht ab.

«Wir sind trotzdem stolz. Wer hätte gedacht, dass wir soweit kommen», sagte BVB-Fan Christian Giedas. «Dass Robben das 1:2 geschossen hat, war blöd. Aber das ist Fußball. Es waren die besten deutschen Vereine, und dieses Mal waren die Bayern vorn.» Thomas Skok war fasziniert von der Leidenschaft der Borussia. Seine Schweizer Freundin Jaqueline Urech brachte es auf den Punkt: «Der BVB ist Sieger der Herzen.»

Rund 30 000 Fans hatte es trotz Terrorwarnung zum Public Viewing in die Innenstadt gezogen. Tausende wichen in und vor die Kneipen aus. Dazu feuerten 18 000 Fans in den Westfalenhallen ihre 536 Kilometer entfernt im Wembley-Stadion spielende Mannschaft an. Unter ihnen auch BVB-Aufsichtsratsmitglied und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Die Polizei zeigte sich beim Abpfiff insgesamt zufrieden mit den Dortmunder Fans. «Es gab keine besonderen Vorkommnisse», hieß es.

Auf der Berliner Fanmeile hatten natürlich klar die Bayern-Fans die Oberhand. Mit dem Schlusspfiff rissen sie die Arme in die Höhe, tanzten, sangen und schwenkten ihre Fahnen - wie schon wenige Minuten zuvor beim Entscheidungstreffer zum 2:1 von Arjen Robben in der 89. Spielminute. Die Fans der Dortmunder verließen dagegen zügig die Meile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule.

Mit Spannung hatten mehrere tausend Fans das Spiel trotz Regens verfolgt. Dauerregen und kühle Temperaturen schreckten die Massen ab. «Touristen und Familien sind ganz weggeblieben», teilten die Veranstalter am Abend mit, machten aber zunächst keine Angaben zu Teilnehmerzahlen. Auch das Bühnenprogramm wurde teilweise abgesagt.