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Musik für den Aufbau der Almbachklamm

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Der Marktschellenberger Marktplatz war am Freitag eine »Fanmeile der Blasmusik«. Viele Besucher zog das Gemeinschaftskonzert der Musikkapellen aus Grödig und Marktschellenberg an. Fotos: Anzeiger/B. Stanggassinger
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Gemeinschaftsspiel der beiden Kapellen.
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Der jüngste und der älteste Musikant der Musikkapelle Marktschellenberg: Christoph Krenn (l.) ist erst seit dem letzten Winter dabei, Vinzenz Brandner schon seit 57 Jahren.
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Die beiden Kapellmeister hatten alles im Griff: Rupert Brandstätter (l.) aus Grödig und Florian Kranawetvogl (r.) aus Marktschellenberg.

Marktschellenberg – Bei einem Weißbier kann gelegentlich ein zündender Gedanke entstehen. So geschehen bei einer kurzen Auszeit, die sich die Kapellmeister Rupert Brandstätter von der Marktmusikkapelle Grödig und Florian Kranawetvogl von der Musikkapelle Marktschellenberg vor nicht allzu langer Zeit genommen hatten. Da nämlich fassten sie spontan die Idee für ein Gemeinschaftskonzert auf dem Marktplatz in Marktschellenberg. Nachdem der erste Termin wegen Schlechtwetters ausgefallen war, konnte es am Freitag endlich losgehen. Der Reinerlös kommt der durch das Hochwasser beschädigten Almbachklamm zugute.


Hans Anfang von der Musikkapelle Marktschellenberg begrüßte die Musikerkollegen aus dem benachbarten Österreich sowie zahlreiche Gäste und Einheimische. Denen stellte er auch die jeweiligen Musikstücke seiner Kapelle vor.

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Den Auftakt des Standkonzertes aber gestalteten zunächst die Gäste aus Grödig mit dem Marsch »Hoch Habsburg«, erst dann folgten die Gastgeber mit dem Konzertmarsch »Anno neun«.

Sprecher der Musikkapelle Grödig war Markus Illig. Vo ihm erfuhr man, dass die Musikkapelle Grödig eine der ältesten Musikkapellen im Flachgau ist. Bereits 1843 wird die Musikkapelle erstmals urkundlich erwähnt. Illig wies daraufhin, dass in fünf Jahren in Grödig ein großes Musikfest stattfinden wird.

Walzer, Polkas und Märsche standen schließlich auf dem Programm. Für das leibliche Wohl sorgten Magdalena Angerer »Schellenberger Stubn« und der Tourismusverein Marktschellenberg.

Das Standkonzert hatte schon einmal wetterbedingt verschoben werden müssen - und auch diesmal gab es leichten Regen, jedoch keinem der Blasmusikfreunde machte dies etwas aus. Man war begeistert vom musikalischen Niveau der beiden Kapellen. Sie spielten Extraeinlagen wie »Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten« (Grödig) oder begeisterten mit einem Potpourri »Traumland Operette« (Marktschellenberg). Kräftig mitgeklatscht und gesungen wurde während des Gemeinschaftsspiels beim »Böhmischen Traum«, dem »Rainer Marsch« und dem »Larida Marsch«. Die Freundschaft dieser beiden Nachbarschafts-Kapellen war zu spüren.

Schließlich verbindet die beiden Musikkapellen eine lange Tradition. So war auch Helmut Brandstätter gekommen, der 30 Jahre lang Kapellmeister in Grödig war. Der freute sich besonders, als er Alfons Kandler traf. Der brachte es ebenfalls auf 30 Jahre - allerdings als Bürgermeister in Marktschellenberg.

Bald sind die Grödiger wieder in Marktschellenberg zu hören. Sie kommen zum »Schellenberger Kirtag«. Vielleicht trinken da Florian Kranawetvogl und Rupert Brandstätter wieder gemeinsam ein Weißbier. Und so scherzte der Marktschellenberger Musikmeister auch am Ende des Konzerts: »Schau'n wir mal, was uns beim nächsten Mal einfällt.« Bernhard Stanggassinger

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